15 Jahre „Fidele Melkkübel“

Mit zünftiger Musik und Volkstanz lassen es die Hohenmemminger krachen

HOHENMEMMINGEN (hew). Zu ihrem Festabend am Samstag, den 3. November ab 19.30 Uhr in der Hohenmemminger Gemeindehalle, laden die „Fidelen Melkkübel“ jung und alt und gerne auch jene, die vielleicht noch bei der zünftigen Truppe mitmachen wollen, ein.

Am 25. März 2003 haben sich die jungen Leute als Ergänzung zu den über die Stadtgrenzen Giengens längstens bekannten „Goißlschnalzern“ formiert, um die ländlichen Volkstänze und Traditionen auch auf kleineren Bühnen präsentieren zu können. Die Truppe gab sich zunächst den Namen „Besenbatscher“ und trat erstmals beim Hohenmemminger Dorffest auf. Da es jedoch in der Heilbronner Gegend bereits eine Gruppe gab, die diesen Namen trug und patentiert hatte, wurde per anwaltlichem Schreiben den Hohenmemmingern die Benützung dieses Namens untersagt. So gab es die „Besenbatscher“ eben nur ein Jahr und die Musikanten bringen seither ihre kreativen Darbietungen als „Fidele Melkkübel auf die Bühne.

Zwar hat Hohenmemmingen keinen Musikverein wie viele Landgemeinden auf der Schwäbischen Alb und im Brenztal, aber die acht Musikanten der „Fidelen Melkkübel“ reißen mit Tuba, Trompete, Bariton, Alphorn, Akkordeon und Gitarre sowie Schlagzeug buchstäblich vom Hocker oder Melkkübel. Als Rhythmusgeräte geben aber auch Milchkannen, Waschbrett, Sensen, Ratsche oder die Melkkübel den Ton an und ergänzen hiermit die herkömmlichen Instrumente durch landwirtschaftliche Nutzgeräte aus Küche, Waschküche, Stall und Feld.

Seit Juni dieses Jahres haben die „Fidelen Melkkübel“ frisches, junges Blut dazugewinnen können. Die fünf neuen im Kader sind Thomas Schäfer, Uli Lucht, Jürgen Bader, Bastian Zink und Dieter Steier. Sie werden im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung erstmalig auftreten und hoffen, zur Premiere viele Gäste begrüßen zu können, schließlich haben sie sich bei zahlreichen Proben gediegen und in diesem warmen Sommer bei manchem Schweißtropfen vorbereitet.

Wer gerne das Tanzbein schwingt kommt am Jubiläumsabend zudem bei den flotten Klängen von „Reini und die Chipmanns“ genauso auf seine Kosten wie der Freund schwungvoller Volkstänze, präsentiert von den „Wilden Goißa“. Natürlich fehlen auch die Goißlschnalzer nicht beim Jubiläumsabend und die um diese Jahreszeit aufgescheuchten Halloweengeister werden mit Sang und Knall weggefegt.

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