7500 Besucher beim Waldbesitzertag

DONAUWÖRTH (RED). Zahlreich folgten Waldbesitzer und Waldbesitzerinnen sowie am Wald Interessierte der Einladung zum Waldbesitzertag Nordschwaben am 22. September nach Donauwörth. Die Veranstaltung wurde von den beiden Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Nördlingen und Wertingen in Zusammenarbeit mit der Stadt Donauwörth, der Forstbetriebsgemeinschaft Dillingen, der Waldbesitzervereinigung Nordschwaben, dem Forstbetrieb Kaisheim der Bayerischen Staatsforsten AöR sowie der Sozialversicherung Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau ausgerichtet.

Über 100 Firmen, Verbände und weitere Akteure informierten im Herzen der Altstadt und im Wald der Stadt Donauwörth rund um die Themen Wald, Forstwirtschaft und Naturschutz.

Schirmherr und Europaabgeordneter Markus Ferber eröffnete nach dem Gottesdienst die Veranstaltung und begrüßte die Gäste, die vornehmlich aus den beiden Landkreisen Donau-Ries und Dillingen angereist waren. Oberbürgermeister Armin Neudert freute sich, Gastgeber der Veranstaltung sein zu dürfen. Weitere Ehrengäste waren Landrat Stefan Rößle, Mitglieder des Stadtrats Donauwörth und die Landtagsabgeordneten aus der Region. Die Waldprinzessin Elisabeth Hegelberger appellierte in ihrem Grußwort schließlich an die Waldbesitzer: „Gfreits eich an eiam Woid!“

Das Hauptausstellungsgelände im Heilig Kreuz Garten, dass die Stadt und das Cassianeum den Veranstaltern dankenswerterweise zur Verfügung stellte, war mit einem Shuttle-Bus mit dem Stadtwald verbunden, so dass die Besucher pendeln konnten. Auf dem Rundgang im Stadtwald Donauwörth konnte man die ganze Bandbreite moderner Forsttechnik live erleben. Über 5.000 Forstinteressierte informierten sich bei den Vor- und Ausführungen an den einzelnen Ständen. Baumpflanzverfahren, historische Motorsägen, eine ganz spezielle Saattechnik, Verkehrssicherung am stehenden Baum und vieles mehr machten den Weg durch den Wald zu einem wahrlich besonderen Erlebnis. An vielen Stationen war es möglich praktische Arbeiten selbst durchzuführen: Das Kaltblut eines Pferderückers durften Kinder durch das Holz lenken, Blühstreifen konnten angesät werden und am mobilen Sägewerk wurden die frisch gemesserten Eschen-Furnierstücke zum Souvenir. Wer sich abseits des Weges in den Wald begab, der konnte sogar sehen wie die Ernte starker Bäume funktioniert. Fachvorträge aus Wissenschaft und Praxis vermittelten dem Publikum Fachwissen im Waldbau, in der Bioökonomie, der Arbeitssicherheit und im Naturschutz.

Kinder tobten sich unter anderem an den Spielstationen der Royal Rangers aus und übten sich im Handwerk an einigen Bastelstationen. Baumpfleger betreuten Kinder beim Klettern. Der Waldkindergarten „Die Donauwörther Waldbären“ führte seinen Tag der offenen Türe durch; im Science-Theater informierte Fräulein Brehm auf unterhaltsame Art über bedrohte Tierarten im Wald.

„Es wird so viel angeboten, das kann ich leider gar nicht alles abdecken. Aber die Stände, die mich interessieren, gehe ich bewusst an“, bekundete zufrieden eine junge Waldbesitzerin im Shuttlebus, der sie kostenlos vom Waldparcours in die Innenstadt brachte. „Unglaublich, hier wird für jeden was geboten“, lobte eine Dame an anderer Stelle den gelungenen Tag.

Der Waldbesitzertag Nordschwaben hat gezeigt: Ein Jeder verbindet etwas mit dem Wald, und zwar meistens etwas anderes. Die Themen, die den Diskurs um den Wald beherrschen, waren auch auf dem Waldbesitzertag spürbar. Die Bayerische Forstverwaltung und die forstlichen Akteure haben durch Fakten und Information viele Besucher erreicht und damit gezeigt mit welcher Strategie man dem Klimawandel am besten begegnen kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildunterschrift:       Von links:  Waldprinzessin Elisabeth Hegelberger, Schirmherr MdEP Markus Ferber und Forstdirektor Marc Koch           FOTO:     Elmar Bschorer

 

 

 

 

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