Rathaus Aalen

Aalen hält zusammen! – Stadt setzt auf Solidarität, Fürsorge und Information als Antwort auf Corona-Pandemie

Aalen (wz). Die Stadt Aalen mobilisiert angesichts der sich rasch ausbreitenden Corona-Virusinfektionen bürgerschaftliches Engagement und setzt auf wirksame Hilfe für die Schwachen und von den Einschränkungen stark betroffenen Menschen. „Mit einer starken Kombination aus Solidarität, Fürsorge und Informationen wollen wir ein Zeichen setzen. Trotz der negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie und der Einschnitte ins tägliche Leben wollen wir zuversichtlich nach vorne blicken und den Schaden für unsere Stadtgesellschaft begrenzen“, sagt OB Thilo Rentschler.

• Einkaufs- und Besorgungsdienst organisiert

Dazu hat die Stadt Aalen Anregungen und Initiativen von Bürgerinnen und Bürgern aufgenommen. Als erfreuliche und Mut machende Antwort auf das Corona-Virus haben sich ehrenamtliche Einkaufs-, und Besorgungsdienste gebildet. Die Stadt Aalen begrüßt dieses bürgerschaftliche Engagement und unterstützt die Initiativen. Beim Amt für Soziales, Jugend und Familie ist unter der Telefonnummer 07361 52-1054 eine Hotline geschaltet. Unter dieser Kontakt-Hotline können ab sofort Seniorinnen und Senioren sowie Menschen in häuslicher Isolation anrufen, wenn sie Unterstützung benötigen oder Fragen haben. Die Hotline ist bis auf weiteres besetzt von Montag bis Sonntag von 9 bis 12 Uhr. Darüber hinaus können Anliegen auch per Mail unter folgender Mailadresse vorgebracht werden: aalen-haelt-zusammen@aalen.de

Durch die Corona-Pandemie sollen soziale Kontakte auf ein Mindestmaß reduziert werden. Zahlreiche Menschen befinden sich in häuslicher Isolation. Ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen gehören zu der Risikogruppe, der vorsorglich empfohlen wird, besser zuhause zu bleiben. Auch familiärer Kontakt, wie Besuche bei den betagten Eltern sollten vermieden werden. „Dennoch möchten wir diese Menschen nicht alleine lassen, sondern Unterstützung und Rückhalt bieten“, erklärt OB Rentschler. Nur so kann es während der kommenden Wochen gelingen, das soziale Miteinander aufrecht zu erhalten und noch schlimmere und weitergehende staatliche Maßnahmen verhindern.“ Mit der Hotline soll erreicht werden, dass Menschen, die auf einen Einkaufsdienst angewiesen sind, an den passenden Ansprechpartner weitervermittelt werden und eine Übersicht über sämtliche bürgerschaftlich organisierten Einkaufs-, Besorgungsdienste erhalten. Es wird unter der Hotline über Angebote wie Menüservice und Essen auf Rädern der verschiedenen Wohlfahrtsverbände informiert. Das Amt für Soziales, Jugend und Familie steht im engen Kontakt mit den bürgerschaftlich organisierten Initiativen und den Wohlfahrtsverbänden, um die Angebote ständig aktuell zu halten.

Darüber hinaus hat das Team der Hotline auch ein offenes Ohr für Fragen, Sorgen und Nöte der Anruferinnen und Anrufer. Da nahezu täglich neue Initiativen entstehen, kann die Auflistung auf der Homepage immer nur den Tagesstand abbilden. Gerne können Hilfesuchende auch direkt zu den bürgerschaftlich organisierten Initiativen Kontakt aufnehmen.

Die Wohlfahrtsverbände Malteser, Johanniter und DRK sind inzwischen dabei, bei Bedarf auch Einkaufsdienste anzubieten. Einiges wird noch abgestimmt. Es lohnt sich deshalb, regelmäßig die Homepage der Stadt Aalen zu besuchen: www.aalen.de

• Hotline der Stadt in verschiedenen Sprachen zum Thema „Corona Virus“

Die Stadt Aalen bietet ab Montag, 23. März 2020, eine telefonische Beratung in verschiedenen Sprachen rund um das Thema Corona-Virus an. In elf Sprachen können die Bürgerinnen und Bürger Informationen rund um das Corona-Virus erfragen. Montag bis Donnerstag ist die Hotline von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr, freitags von 10 Uhr bis 12 Uhr unter folgender Nummer besetzt: Telefon 0162 292 778 14

Zudem bestehen für ältere Menschen und Personen, die in Quarantäne sind, die Möglichkeit, einen Einkaufsdienst zu beauftragen. Ehrenamtliche erledigen – wie oben beschrieben – die jeweiligen Einkäufe. „Damit vermeiden wir, dass sprachliche Barrieren zu Problemen im Bewältigen des Alltags führen“, sagt OB Thilo Rentschler.

•  Menschen mit Migrationshintergrund erhalten an folgenden Tagen Beratung in den entsprechenden Sprachen:

Montag:

10 bis 12 Uhr: Arabisch, Russisch, Türkisch

14 bis 16 Uhr: Russisch, Französisch, Albanisch/Kroatisch

Dienstag:

10 bis 12 Uhr: Türkisch, Urdu, Englisch

14 bis 16 Uhr: Türkisch, Albanisch/Kroatisch, Kurdisch

Mittwoch:

10 bis 12 Uhr: Arabisch, Russisch, Persisch

14 bis 16 Uhr: Kurdisch, Englisch, Arabisch

Donnerstag:

10 bis 12 Uhr: Türkisch, Russisch, Tamil

14 bis 16 Uhr: Russisch, Französisch, Persisch

Freitag:

10 bis 12 Uhr: Türkisch, Albanisch, Englisch

• Infotelefon für Gastronomie und Handel

Die Wirtschaftsförderung der Stadt Aalen und der Innenstadtverein ACA informieren Gaststätten-Betreiber sowie Handel- und Gewerbetreibende über die Auswirkungen der Verordnung des Landes zu Corona-Virus. Dabei zieht die Wirtschaftsförderung eine erste Bilanz zur Einrichtung des Infotelefons unter 07361 52-1180 am 18. März. Sie arbeitet zudem an Verbesserungen für Betroffene und trägt weitere wichtige Infos mit möglichen Hilfestellungen zusammen. Fragen zu flankierenden Hilfsmaßnahmen können so kanalisiert werden.

 

Nach dem Inkrafttreten der Rechtsverordnung, in der das Schließen von Einzelhandelsgeschäften und Gaststätten sowie Ausnahmen davon festgelegt wurden, konnten bereits am ersten Tag rund 100 Telefonberatungen durchgeführt werden. „Aufgrund der komplexen Umfänglichkeit und fehlenden Erläuterungen für die Umsetzung besteht bei Händlern und Gastronomen nach wie vor große Verunsicherung. Wir möchten dazu beitragen, dass negative wirtschaftliche Auswirkungen möglichst begrenzt werden“, sagt OB Thilo Rentschler.

 

Zudem hat der Innenstadtverein Aalen City aktiv auch am 18. März 2020 an seine Mitglieder eine Checkliste mit Verhaltenstipps versandt. „Wir werden versuchen, regionale Hilfen zu organisieren. Dazu stehen wir mit den regionalen Akteuren der Finanzwirtschaft und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Ostwürttemberg sowie der Kammern und dem Städtetag im Austausch“, erklärt Wirtschaftsförderer Felix Unseld.

 

Das Infotelefon unter 07361 52-1180 bleibt weiterhin von Montag bis Freitag zwischen 9 und 12 Uhr geschaltet. Unter wirtschaftsfoerderung@aalen.de können ebenso Fragen gestellt werden. Ein Online-Formular auf der Homepage der Stadt wird erarbeitet, um Fragen aufzunehmen. Der ACA ist zu seinen Geschäftszeiten unter Telefon 07361 52-2521 erreichbar.

Foto: privat

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