Stadtrundgang, Europaabgeordneter, Markus Ferber, Steffen Höhn, CSU, EU

Auf den Spuren Europas durch Nördlingen

NÖRDLINGEN (YA). „Europa ist doch weit weg! Diesen Satz hört man immer wieder. Aber tatsächlich beeinflusst Europa unseren Alltag Heute schon enorm“, so der CSU Ortsvorsitzende und OB-Kandidat Steffen Höhn. Deshalb lud er mit der CSU Nördlingen alle interessierten Bürgerinnen und Bürger vergangenen Donnerstag zu einem Stadtrundgang ein, um mit Europaabgeordnetem Markus Ferber anschaulich zu erklären, wie Europa funktioniert und wie es uns in unserem Alltag beeinflusst.

Start des Rundgangs war am Kriegerbrunnen in der Fußgängerzone. „Ein guter Ort zum Einstieg, da der Brunnen an den Deutsch-Französischen Krieg erinnert“ so Steffen Höhn bei seiner Begrüßung. Markus Ferber stieg in dieses Thema gleich mit ein, da Robert Schuman, französischer Außenminister von 1945 bis 1952, einer der Gründungsväter der Europäischen Union war und am 9. Mai 1950 die Geburtsstunde der EU einläutete.

Ferber sah sich kurz am Rübenmarkt um und konnte auch gleich das perfekte Beispiel für die Beeinflussung von Europa nennen: Die Gastronomie. Vor der EU war es nicht selbstverständlich zum Beispiel ein italienisches Eis zu essen. Heute geht das problemlos und gehört zum Alltag dazu.

Nach ein paar Schritten die Fußgängerzone entlang, wurde an der Alten Schranne angehalten und Steffen Höhn ging kurz auf die Nördlinger Mess’ ein. Er erklärte, dass sie früher die zweitgrößte Messe in Süddeutschland nach Frankfurt war. Alt-Oberbürgermeister Paul Kling, der Teilnehmer der Führung war, warf passend zum Thema noch ein, dass früher Händler aus ganz Europa zur Nördlinger Messe kamen, um ihre Waren anzubieten. Markus Ferber erläuterte beim Blick auf die beiden Banken in der Nähe, dass durch die großen Banken in Europa, die Kleineren entlastet werden und so einen besseren Kundenservice bieten können. Dann ging es weiter durch die Fußgängerzone und der nächste Halt war bei einem Telefonanbieter. Hier erklärte der Europaabgeordnete, dass durch die EU das Roaming abgeschafft wurde und so die Gebühren für Auslandstelefonate innerhalb der EU-Länder deutlich gesunken sind.

Die nächste angesteuerte Station war die Stadtbibliothek, welche einst von EU-Mitteln saniert worden war. Weiter ging es zum Brunnen beim Klösterle. „Kein Trinkwasser“ steht auf einem Schild an dem Brunnen, worauf Markus Ferber erzählte, dass Deutschland die höchste Versorgungssicherheit und ebenso die beste Qualität von Trinkwasser in Europa habe. Dies dürfen die Staaten selbst regeln und die EU mischt sich in diesen Angelegenheiten nicht ein.

Der Weg des Rundgangs ging weiter zu Stadtmuseum, RiesKraterMuseum und Bürgerheim. Ferber erklärte, dass die Firma Airbus nun große Probleme wegen des Brexit haben wird, da die Flügel in Großbritannien gebaut werden. Dank der EU kann der Im- und Export von Waren nämlich viel besser gestaltet werden. Auch bei Gesundheitsfragen läuft es mit der EU besser. Denn sollte man im Ausland krank werden und Medikamente brauchen, greifen auch hier die deutschen Krankenkassen. Außerdem sind die Medikamente nicht mehr nur national, sondern EU-weit zugelassen. Beim Halt an der Feuerwehr erzählte Markus Ferber, dass die Europäische Norm der Schutzanzüge von England kommt und in der ganzen EU verwendet wird. Beim Gang zum Rathaus wurde noch ein kurzer Zwischenstopp bei einer Mälzerei gemacht, da der Europaabgeordnete noch etwas zum Reinheitsgebot, welches nur in Deutschland gilt, erzählte.

An der Endstation Rathaus angekommen, bedankten sich Markus Ferber und Steffen Höhn für die Teilnahme an dem Rundgang durch Nördlingen, erinnerten an die Europawahl und wiesen noch auf die kommende Veranstaltung der CSU mit Ralph Brinkhaus am Dienstag, 21. Mai, um 16.30 Uhr, im Schrannensaal, hin.

 

 

 

 

 

Bildunterschrift:      Birgit Rössle, Markus Ferber und Steffen Höhn beim Europa-Rundgang durch Nördlingen       FOTO:    Yvonne Adam

 

 

 

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