Kinderworkshops Bachwoche Ansbach

„Bach auf kreative Weise entdecken“

ANSBACH (ASC). Die Bachwochen Musikworkshops für Kinder und Jugendliche feiern heuer ihr zehnjähriges Jubiläum. Das von der Ansbacher Musikpädagogin Petra Mengerinhausen 2009 entwickelte und ins Leben gerufene Angebot richtet sich an Interessierte im Alter von vier bis 18 Jahren, sowohl mit wie auch ohne musikalische Vorbildung. Der Intendant der Bachwoche, Dr. Andreas Bomba, ist sich sicher: „Sowohl der Umfang, wie auch die pädagogische Aufbereitung der Workshops ist bisher einmalig in der deutschen Festspiel-Landschaft.“

Ziel der Kurse soll sein, dass Kinder speziell die Musik Bachs als etwas Greifbares erleben, schließlich ist diese weit weniger abstrakt und trocken wie man vermuten mag. Sie ist „Kino für die Ohren.“, sagt die Leiterin und Initiatorin des Projekts Petra Mengeringhausen. Die Musikpädagogin setzt darauf, den Kindern musikalisches Wissen auf spielerische Art beizubringen. So ist das Mitmachen interaktiv gestaltet und an das jeweilige Alter der Kinder modifiziert. In den Kursen können sich die Kinder an den verschiedensten Instrumenten versuchen und erarbeiten gemeinsam Kompositionen. Auch wird gesungen, gebastelt und getanzt, verrät die Leiterin. Ein absolutes Highlight sei für viele Jugendliche, weiß Mengeringhausen, der Künstlerbesuch. Die renommierten Musiker nehmen sich viel Zeit, um den Kindern und Jugendlichen einen Einblick in ihr Tun zu geben und mit den Kindern zu musizieren.

Einen weiteren Höhepunkt bildet für viele die Abschlusspräsentation, in denen die Kinder und Jugendlichen die Inhalte aus den Workshops und ihre eigenen musikalischen Fortschritte vor ihren Eltern aufführen können.

In erster Linie richtet sich das Angebot an Ansbacher Familien, allerdings spielt hier auch eine andere Überlegung eine Rolle, wie der Intendant der Bachwoche, Dr. Andreas Bomba verriet. Die Bachwoche war immer ein Treffpunkt für die ganze Familie. Doch die Zeiten haben sich geändert. Früher reisten Familien mitsamt dem Kindermädchen an und brachten die Kinder teilweise mit zu den Konzerten. Die Workshops sollen es möglich machen, dass die ganze Familie in den Genuss der Bachwoche kommen kann: So können Eltern die tagsüber stattfindenden Konzerte besuchen, während die Kinder zu den Kursen gehen. So führt die Bachwoche ihre Tradition als Familienerlebnis weiter fort. Ein Konzept, das sich bewährt hat. Viele Familien reisen seit Jahren regelmäßig an und ihre Kinder durchlaufen alle Kursebenen. Dass es bei einer solch begeisternden Erfahrung am finanziellen nicht scheitern soll, haben die Initiatoren ebenfalls berücksichtigt: Der Großteil wird daher durch den allgemeinen Etat und 1/4 über die Konzerteinnahmen finanziert. So kann der von den Eltern zu erbringende Betrag gering gehalten werden. Auch die Unterstützung durch Sponsoren wie dem Lions Club Christiane Charlotte e.V. und der Erwin-Fricke-Stiftung, sei ein wertvoller Beitrag.

Das Angebot umfasst insgesamt acht Vormittage zwischen dem 27. Juli und dem 3. August, welche wiederum aufgeteilt sind in vier Kurse täglich. Sie sind altersgerecht aufgeteilt für Kindergarten, 1. bis 3. Klasse und 4. bis 6. Klasse. Die Instrumental-Workshops richten sich an Jugendliche ab 13 Jahren, die seit mindestens zwei Jahren ein Instrument spielen. Abgesehen davon sind die Kurse offen für jedermann. Anmelden kann man sich online unter www.bachwoche.de, per Mail an info@bachwoche.de oder telefonisch unter 0981-15037.

Foto: An einem Vormittag erreiche man mit den Workshops rund 100 Kinder und Jugendliche. Darüber freuen sich (von links): Olga Wolf (Lions Club Christiane Charlotte), Intendant Dr. Andreas Bomba, Musikpädagogin Petra Mengeringhausen und Uta Heindl-Mattern (Bachwochen-Büro). Foto: Anika Schildbach

 

 

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