Bezirksmedaille Mittelfranken Ansbach

Bezirksmedaille vergeben

ANSBACH (LUH). In ihrer fast 35-jährigen Geschichte hat der Bezirk Mittelfranken seine höchste Auszeichnung die Bezirksmedaille nur 22 Mal vergeben. Die vierfache Verleihung an einem Abend stellte somit eine absolute Besonderheit dar.
Mit Alexander Küßwetter erhielt ein Urgestein der Region die begehrte Auszeichnung. Zusammen mit ihm wurden Dinah Radtke, Prof. Dr. Konrad Bedal und Michael Helmbrecht Ende November im Bezirksrathaus in Ansbach geehrt.
Dinah Radtke hat sich regional (Erlangen), national und international für die Stärkung der Teilhabe und Rechte von Menschen mit Behinderung ihr Leben lang engagiert. Ein Höhepunkt in ihrem Schaffen war sicherlich ihre Mitwirkung bei der Ausarbeitung der UN-Behindertenrechtskonvention.
„Einer, der Gesicht zeigt“ ist Michael Helmbrecht. Als Neonazis Gräfenberg „regelrecht belagerten“ und ein dreitägiges Konzert unmittelbar vor der Haustür Helmbrechts stattfand, gründete der Niederbayer zusammen mit einigen Mitstreitern die Allianz gegen Rechtsextremismus im Jahr 2009. 2011 übernahm er den Vorsitz der Allianz, den er bis 2015 innehatte.
Auch danach setzte sich der in Oberfranken wohnhafte Helmbrecht weiter im Kampf gegen Rechtsextremismus ein.
Im Landkreis Ansbach aktiv war Prof. Dr. Konrad Bedal. Er ist in der Region vor allem in seiner Funktion als Gründungsdirektor des Fränkischen Freilandmuseums aktiv. Aber auch in der Haus- und Möbelforschung machte er sich einen Namen.
Die Liebe zum Land ist der große Überbegriff, unter dessen Namen das vielfältige Wirken von Alexander Küßwetter zusammengefasst werden kann. Sei es im Beruf als langjähriger Landwirtschaftsdirektor oder Bereichsleiter Landwirtschaft am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten oder im Ehrenamt, der Einsatz für den ländlichen Raum zieht sich wie ein roter Faden durch das Leben Küßwetters. Im Ehrenamt bekleidet der „Römer aus Ehingen“ Ämter im Gemeinderat, Kreisrat, Bezirksrat und in zahlreichen Verbänden. Dort brachte er sich auch für sein zweites großes Steckenpferd ein, die Kultur. Jüdisches Leben und die Inwertsetzung des mittelfränkischen Limes waren hier Schwerpunkte.
Alle Geehrten freuten sich sehr über die Auszeichnung, betonten aber auch die Hilfe und Unterstützung, die sie auf ihrem Weg erhalten haben. Untermalt wurde der Abend von der Musikfachschule Dinkelsbühl.

Foto: Bezirkstagspräsident Armin Kroder würdigte den langjährigen Einsatz von Dinah Radtke. Foto: Luca Herrmann

 

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