Bundestagsausstellung Landratsamt Ansbach

Bundestag breit präsentieren

ANSBACH (LUH). Im Landratsamt in Ansbach ist momentan eine Ausstellung über den Bundestag beheimatet. Diese besuchte auch eine 10. Klasse des Johann-Sebastian-Bach-Gymnasiums aus Windsbach. Sie wurden empfangen von Hausherr und Landrat Dr. Jürgen Ludwig sowie dem Bundestagsabgeordneten Artur Auernhammer, dessen politische Wirkungsstätte ja der Bundestag in Berlin ist. Für die Schüler bestand die Möglichkeit ihren Stimmkreisabgeordneten mit Fragen zu löchern, was diese auch fleißig taten

„Ich spiele meistens im Mittelfeld, bin aber vor allem froh, wenn wir einen Torwart haben“, so der Bundestagsabgeordnete Artur Auernhammer über seine Erfahrungen beim FC Bundestag. Der Sport beschäftigt Auernhammer aber nicht nur im Praktischen, sondern auch im Theoretischen. Er ist nämlich Mitglied des Sportausschusses. In dieser Funktion freut er sich besonders darüber, dass es gelungen ist, die Europameisterschaft 2024 nach Deutschland zu holen. Neben dem Sportausschuss ist der Weißenburger als Landwirt auch im Umweltausschuss. Rund 320.000 Bürger vertritt er in der Hauptstadt als Stimmkreisabgeordneter. Auf die Frage ob er Druck spüre, meinte Auernhammer er sehe Politik als Berufung. Bei speziellen Problemen entwickle er eine noch größere Motivation und Leidenschaft diese zu lösen. Nachdem er den Schülern den groben Ablauf einer Sitzungswoche schilderte, sei nach einer solchen der perfekte Ausgleich für Auernhammer die körperliche Arbeit in der Landwirtschaft. Dort sehe man sofort was man erreicht hätte, das sei in der Politik nicht immer so.

Das Schwerste, sei für Auernhammer immer die Abstimmung über einen Auslandseinsatz der Bundeswehr. Die Schüler selbst fragten auch kritisch nach, etwa ob eine so lange Regierungsfindung nicht zu Politikverdrossenheit führe. Hier ließ Auernhammer seine Sympathien für Jamaika durchblicken und gab zu, dass die Dauer bis zur GroKo zu lange war. Sie selbst sieht Auernhammer nur als Notbehelf. Demokratie funktioniert dann optimal, wenn es eine starke Regierung und Opposition gebe. Nun wolle er sich aber auf Sachpolitik konzentrieren, um so auch die politischen Ränder nicht weiter stark zu machen. Diese habe man in der Vergangenheit eventuell ein wenig vernachlässigt.

Landrat Dr. Jürgen Ludwig stellte fest, dass das alles nahbare Themen von nicht weit weg seien, die von normalen Menschen bearbeitet werden. Er hoffte, dass die Ausstellung und der Besuch eventuell zu mehr Verständnis und einer anderen Sichtweise führten. Jede Zeit hätte ihre eigenen Herausforderungen, betonte Dr. Ludwig und warf die Digitalisierung in den Raum.

Foto: Landrat Dr. Jürgen Ludwig und Bundestagsabgeordneter Artur Auernhammer umringt von Schülern vor der Ausstellung „Bundestag“ Foto: Luca Herrmann

 

 

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