Das Heidenheimer Kunstmuseum präsentiert

vom 06. April bis 14. Juli 2019 die Ausstellung des Fotografen
Hans-Christian Schink: Aqua Claudia – Verkehrsprojekte.

(DAST). Der 56-jährige gebürtige Erfurter spezialisierte sich nach seinem Studium der Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig auf reale zeitgenössische Fotografie. Für diese wurde er mehrfach ausgezeichnet und erhielt diverse internationale Arbeitsstipendien. Bei seiner Fotostrecke der Aqua Claudia, eines 38-52 n.Chr. erbauten, 69 km langen Aquädukts zur Wasserversorgung Roms, gelingt es dem Fotografen, den bis heute erhaltenen baulichen Verlauf der imposant-ästhetischen Funktionsgemäuer darzustellen und in den Kontext heutiger Realobjekte zu stellen. Das dabei entstehende temporale Spannungsfeld entfremdet der Künstler zusätzlich durch Wolken- und Farbenfreiheit des Himmelshintergrundes. Bei der Vernissage am 5. April stellte Schink im Gespräch mit Dr. René Hirner den Besuchern seine Arbeiten persönlich vor. Auf die Frage des Museumsleiters, wie er es geschafft habe, Rom ohne Menschen zu zeigen, gab der Fotograf Einblick in die Entstehung der Bilder: „Rom kann für die Stadtbewohner durch den Tourismus zeitweise sehr anstrengend sein“, so der Fotograf über sein Stipendienjahr in der Villa Massimo im Jahr 2014. Um den Himmel wolkenfrei und ohne Personen abzulichten, um die Objektwirkung klar hervorzuheben, habe er die ruhigeren Momente kurz nach Beginn des Sonnenaufgangs gegen vier Uhr morgens genutzt. Das Sonnenaufgangs-Licht ist bei genauer Betrachtung durch sehr dezente Rotfärbung auf Baumstämmen oder Mauerwerk erkennbar. Der zweite Teil der Ausstellung zeigt eine Fotoserie über Verkehrsprojekte im Zuge der Deutschen Einheit. Gemeinsam vermitteln die beiden Serien eine eindrucksvolle Schau der Gestaltung und Auswirkung menschlicher Großprojekte auf die Umgebung von Natur oder Trivialem über die Jahrhunderte hinweg.

Fotos: Daniela Staengle

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