Museum Ansbach

„Das Retti-Palais entsteht“

ANSBACH (ASC). Das Brücken-Center Ansbach präsentiert eine neue Ausstellung. Bis 13. April ist „Das Retti-Palais entsteht“ zu sehen. Sie gibt Einblicke in die Geschichte des Palastes sowie in den Stand der Sanierungsarbeiten und Ausblicke in die Zukunft des kleinen Ansbacher Stadtpalastes.

Eine bewegte Geschichte durchlief das Ansbacher Retti-Palais. Erbaut wurde es durch den Hofbaumeister Leopoldo Retti, der es für sich selbst entworfen hatte, aber nie bezog. So wurde sein erster Eigentümer die Stadt Ansbach, die es als Amtssitz des Obervogts (Christoph Ludwig Freiherr von Seckendorff) wählte. Ein Treppenwitz der Geschichte, nannte das Dr. Christian Schoen, Vorsitzender des Fördervereins Retti e.V., bei der Vernissage. Die Stadt habe erst 2002 das schmuckvolle Barockgebäude wieder erworben, nachdem es lange Zeit in adeligen, ab dem späten 19. Jahrhundert, in bürgerlichen Familienbesitzen war und lange Zeit eine Arztpraxis beherbergte. Dann passierte allerdings erstmal nicht viel, bis sich 2015 der Förderverein Retti e.V., gründete, der es sich als Ziel gesetzt hatte, das schmuckvolle Gebäude zu erhalten und darin ein Museum zu etablieren. 2017 fand sich schließlich ein Kunstsammler, der dem Retti-Palais zu altem Glanz verhelfen wollte. Damit war der erste Schritt zum Museum getan. Voraussetzung war, dass der Verein den Betrieb des Museums übernehmen wird. Dieses soll zum Stadtjubiläum 2021 bedeutende Kunstwerke von europäischem Rang präsentieren und wechselnden Ausstellungen Raum geben. Auch ein Café wird das neue Museum nahe dem Hofgarten beherbergen. Mit der Renovierung des Ansbacher Retti-Palais zu einem Museum werde auch wieder ein Stück Stadtgeschichte zum Leben erweckt, betonte der Geschäftsführer des Brücken-Center Andreas Schmid bei der Eröffnung in seinen Hallen. Die denkmalgerechte Sanierung befinde sich in vollem Gange, bestätigte Dr. Schoen. Momentan können Mitglieder des Vereins bei der denkmalgerechten Sanierung live dabei sein und die Baustelle regelmäßig besichtigen. Aktuell sei das unglaublich spannend, erklärte Dr. Schoen. Im Erdgeschoss sind alle Fußböden entfernt worden und somit ist eine Sicht auf das gesamte Kellergewölbe möglich. Bei den Sanierungsarbeiten kamen auch interessante Exponate zum Vorschein, die in der Ausstellung gezeigt werden. Dabei handelt es sich um Fundstücke aus unterschiedlichen Jahrhunderten, die vom alltäglichen Leben zeugen. Jeden Freitag von 15 bis 18 Uhr und jeden Samstag von 11 bis 14 Uhr werden Vereinsmitglieder vor Ort sein und für Fragen und Austausch zur Verfügung stehen. Nach Ansbach wird die Ausstellung auch in Neustadt und Bayreuth zu sehen sein.

Foto: Der erste Vorsitzende des Fördervereins Retti e.V., Dr. Christian Schoen, sprach bei der Eröffnung der neuen Ausstellung im Brücken-Center Ansbach. Foto: Anika Schildbach

 

 

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