Wochenzeitung Altmühlfranken, Dambach, Limes

Den Limes sichtbarer machen

DAMBACH (RED). Auf Initiative des Landtagsabgeordneten Manuel Westphal hat eine Informationsveranstaltung für Bürgermeister, durch deren Gemeindegebiet der Limes verläuft, aus den beiden Stimmkreisteilen Ansbach-Süd und Weißenburg-Gunzenhausen stattgefunden. Während der Veranstaltung richteten die Anwesenden ein besonderes Augenmerk auf die touristische Beschilderung des Limes, die bessere Sichtbarkeit des Limes-Verlaufs in unserer Region sowie die Limes-Cicerones.

Fast alle „Limes-Bürgermeister“ hatten den Weg nach Dambach, einem Ortsteil der Gemeinde Ehingen am Hesselberg gefunden, um über die Römer im westlichen Mittelfranken zu sprechen. Der Limes und die damit verbundene römische Geschichte prägt unsere Region in außerordentlichem Maße. 21 der 51 Städte und Gemeinden im Stimmkreis des Landtagsabgeordneten Manuel Westphal sind „Limes-Gemeinden“, weshalb es Westphal auch ein besonderes Anliegen ist, die bessere Vermittlung dieses kulturellen Erbes voranzubringen.

„Dazu hatte ich bereits in der Vergangenheit verschiedene Gespräche mit den verantwortlichen ‚Limes-Experten‘ aus unserer Region wie zum Beispiel mit der Limesfachberaterin Andrea May vom Bezirk oder dem ‚Limeskoordinator‘ Dr. Markus Gschwind. Wir haben zum Beispiel die Idee entwickelt, den Limes sichtbarer zu machen. Es gibt dabei verschiedene Alternativen, wie eine Bepflanzung mit Hecken, die meiner Ansicht nach aber wenig aussagekräftig sind. Eine für mich sehr gute Variante hat die Gemeinde Burgsalach mit ihren Limes-Stelen gewählt. Die ungefähr 2,40 Meter hohe Stahlstele mit der eingebrannten Inschrift ‚Limes‘ steht an der Stelle, an der der Limes die Staatsstraße zwischen Burgsalach und Oberhochstatt kreuzt. Schon beim Vorbeifahren wird deutlich, dass hier der Limes verlaufen ist. Genau das ist unser Ziel“, erklärte Westphal während der Versammlung in Dambach.

Der Wunsch aller Beteiligten wäre, dass man in Zukunft eine Einheitlichkeit bei der Darstellung des Limesverlaufes finden würde. Die Variante mit den Stelen kam bei den anwesenden Bürgermeistern grundsätzlich als Option in Frage. Weitere Überlegungen, auch bezüglich der Kostenübernahme müssen nun geklärt werden.

Eine weitere Frage, die die Gemeinden in beiden Landkreisen beschäftigt, sind die Limes-Cicerones. Derzeit gibt es in beiden Landkreisen zehn Limes-Cicerones, die also die entsprechende Ausbildung vorweisen können und aktiv Führungen am Limes anbieten. Dazu kommen einige Gästeführer in den Gemeinden, die eine ähnliche Aufgabe übernehmen. „Um vor allem die Versicherungsfrage zu klären, denken wir über einen Förderverein nach. Auch die Finanzierung der Weiterbildung kann darüber gedeckt werden“, stellte Westphal fest.

Für die touristische Beschilderung hatte der Ansbacher Landrat Dr. Jürgen Ludwig eine Idee aus seinem Großbritannien-Urlaub mitgebracht. Entlang des Hadrianswalls weisen große Schilder auf die jeweiligen nächsten Ziele hin. „So etwas könne man sich auch in unserer Region vorstellen“, schilderte Regina Bremm vom Tourismusverband Romantisches Franken das Konzept. Große braun-weiße Hinweisschilder sollen demnach – in Verbindung mit der bestehenden Beschilderung der Deutschen Limesstraße – auf die jeweiligen nächsten touristischen Ziele hinweisen. Eine landkreisübergreifende, einheitliche Beschilderung ist in Planung.

Für den Landkreis Ansbach wird bei einer Verkehrsschau die praktische Umsetzung der bereits vorhandenen Entwürfe geprüft. „Auch hier sind wir also auf einem guten Weg. Besonders erfreulich finde ich, dass wir beim Thema landkreisübergreifend agieren und versuchen, den jeweils besten Weg zu finden. Ein wichtiges Bindeglied ist dabei die Limesfachberaterin Andrea May. Ich hoffe, unsere heutigen Überlegungen können in den nächsten Monaten reifen und bald auch verwirklicht werden“, erklärte Westphal abschließend.

Bildunterschrift: MdL Manuel Westphal zeigte den Bürgermeistern in Dambach anhand eines Bildes der Limes-Stele bei Burgsalach, wie der Limesverlauf an geeigneten Punkten einheitlich dargestellt werden könnte. Foto: Büro Westphal

 

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