Depression im Landkreis Heidenheim

Bewegen, Menschen treffen, gesund essen!

Die AOK Ostwürttemberg fordert Menschen auf, sich auch in der kälteren Jahreszeit viel zu bewegen – denn das hilft gegen Winterdepression.

Jetzt kommen wieder die Tage, bei denen es spät hell und früher dunkel wird. Viele Menschen leiden darunter, einige entwickeln sogar eine Winterdepression. Die AOK Ostwürttemberg rät den Betroffenen, frühzeitig vorzubeugen.

(pm). Eine Depression kann viele Ursachen haben und ist nicht immer leicht zu erkennen. Ursache kann ein traumatisches Erlebnis oder ständiger Stress sein – etwa Verlust einer geliebten Person, hoher Leistungsdruck auf der Arbeit oder Unzufriedenheit mit sich und dem eigenen Leben. Aber auch genetische Faktoren können eine Rolle spielen, etwa wenn Menschen unter einer saisonal bedingten Winterdepression leiden.

„Menschen, die im Winter niedergeschlagen und antriebslos sind, sollten sich mit den eigenen psychischen Abwehrkräften auseinandersetzen und diese stärken“, sagt AOK-Gesundheitsexpertin Susanne Ott. „Wer beispielsweise regelmäßig joggt oder sich anderweitig sportlich bewegt, erkrankt seltener an einer Depression.“

Nicht nur Bewegung, auch eine gesunde Ernährung und ein gutes Netzwerk von Freunden helfen, dass es dem Menschen gut geht und er weniger anfällig für Depressionen ist.

„Wir kommunizieren zwar heute dank Smartphone und den Sozialen Medien sehr viel, trotzdem vereinsamen viele Menschen“, betont Ott. „Nur der direkte Austausch mit Freunden, der Familie, Berufskollegen und Bekannte gibt uns Halt und Kraft und hilft uns, gesund und psychisch stabil zu bleiben.“

Im Landkreis Heidenheim lag der Anteil unter AOK-Versicherten, die wegen einer depressiven Störung in Behandlung waren, im vergangenen Jahr bei 9,7 Prozent, wie die Gesundheitskasse in einer aktuellen Untersuchung herausgefunden hat. Hier ist ein leichter Rückgang von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen, dennoch sind es seit 2014 konstant über 5.000 Betroffene. In ganz Ostwürttemberg registrierte die AOK mehr als 17.500. In der ganze Region liegt der Anteil bei 11,1 Prozent. Der Landkreis Heidenheim hat damit eine geringere Quote als die Region und auch gegenüber dem Landesdurchschnitt, der bei 10,7 Prozent liegt.

Der Anteil von Frauen ist doppelt so hoch, wie der von Männern, sprich jede 7. Frau war wegen einer depressiven Störung in ärztlicher Behandlung.

Menschen mit depressiver Verstimmung sollten den Hausarzt aufsuchen, empfiehlt die AOK Ostwürttemberg.

Die Gesundheitskasse bietet für ihre Versicherten wie auch für Unternehmen Seminare an, in denen die Teilnehmer lernen, wie sie sich bei Stress verhalten sollen und wie sie ihre Resilienz, sprich die psychischen Abwehrkräfte stärken können. Hierzu gibt es Präsenzseminare, aber auch Online-Angebote, etwa App für das Smartphone. Nähere Informationen sind in jedem AOK-KundenCenter oder auf der Webseite www.lebe-balance.de erhältlich.

Menschen, die wissen wollen, ob Sie an einer Depression leiden, können die von der Universität Leipzig entwickelte und von der AOK unterstütze Online-Plattform moodgym.de kostenfrei nutzen. Hier können Betroffene anonym einen Test machen und lernen Sie, wie Sie besser mit depressiven und ängstlichen Beschwerden umgehen oder einer Depression vorbeugen können.

Zur Erhebung der Zahlen:

Basis der Erhebung sind die zurzeit über 170.000 Versicherten der AOK Ostwürttemberg. Mit einem Marktanteil von rund 44 Prozent ist somit fast jeder Zweite gesetzlich Versicherte in der Region berücksichtigt. Es wurde die ICD-10-Kodierung F32 „Depressive

Episode“ und F33 „Rezidivierende depressive Störung“ (ambulant/stationär) ausgewertet.

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