Kommunalpolitik Ansbach VHS

Die Kommunalpolitik (k)eine Männerdomäne

Ansbach (LUH). Kurz nach dem Jubiläum zu 100 Jahren Frauenwahlrecht, aber noch vor dem Beginn des Wahlkampfs für die Kommunalwahl 2020, findet in der Ansbacher Volkshochschule ein ganz besonderer Workshop statt. Er trägt den Namen „Das 1×1 der Kommunalpolitik – Workshop für Frauen“. Am Abend des 22.07. 2019 lädt die VHS und die 2. Bürgermeisterin Petersaurachs, Kommunikationstrainerin Gabriele Sehorz in den Sitzungssaal des Stadthauses alle interessierten Frau ein. Als Gast darf zudem Oberbürgermeisterin Carda Seidel begrüßt werden.

Acht von 40 Stadträten sind in Ansbach weiblich. Das entspricht einer Quote von unter 20 Prozent. Dennoch sei Ansbach ein positives Beispiel für das Mitwirken von Frauen in der Kommunalpoiltik, meint die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ansbach Lisa-Marie Buntebarth.

Sie verweist dabei auf Ansbachs Stadtoberhaupt Carda Seidel, die seit 2008 an der Spitze der Rezatstadt steht. Dennoch hofft auch Buntebarth, genau wie Ute Schlieker, Leiterin der VHS und Sandra Anjoka von der VHS Ansbach auf eine noch stärkere Durchmischung.

Ins Boot geholt haben sich die Organisatoren dafür die erfahrene Kommunikationstrainerin Gabriele Sehorz, die als zweite Bürgermeisterin Petersaurachs selbst in der Kommunalpolitik aktiv ist. „Sie ist die perfekte Symbiose aus Kommunalpolitik und Kommunikations Know-How“, so die Organisatoren. Viel zu oft bekomme sie von Frauen zu hören „Ich kenn mich doch gar nicht aus“. Das sei aber in der Kommunalpolitik oft eine Fehleinschätzung, würden doch hier die Dinge besprochen, die genau vor der Haustür passieren. „Gerade hier sind Frauen sehr wichtig, sie wissen was die Leute bewegt, kennen die Probleme, haben ein Gespür und zudem eine ganz andere Sicht“, so Sehorz. Zudem sorgen sich viele Frauen davor, im Stadt- oder Gemeinderat offen zu reden. Genau diesen Dingen will sich Sehorz versuchen anzunehmen. So ist der Workshop in zwei Bereiche aufgeteilt.

Im ersten erfahren die Teilnehmerinnen über die Themen und Inhalte mit denen sich ein kommunalpolitisches Gremium beschäftigt und im Zweiten gibt es konkretes Redetraining von der Expertin.

Mit Freude stimmt auch Sehorz, dass mit Carda Seidel die Ansbacher Fachfrau für Kommunalpolitik für den ersten Teil gewonnen werden konnte. Politisch wird die Veranstaltung natürlich neutral sein, schließlich sei ja auch die VHS parteipolitisch unabhängig. Sehorz führte weiter aus, dass niemand in eine große Partei eintreten müsse um für den Stadtrat zu kandidieren, schließlich sei die Kommunalwahl eine reine Persönlichkeitswahl. Sie verwies dabei auf zahlreiche kommunalpolitische Bündnisse.

Die Anmeldung erfolgt über den normalen Weg bei der VHS Ansbach. Sollte sich bei der Anmeldung ergeben, dass ein barrierefreier Veranstaltungsort nötig ist, wird man die Veranstaltung vom Stadthaus in einen eben solchen verlegen. Bis zum 17. Juli wird darüber entschieden, ob die Veranstaltung stattfindet. Ab fünf Anmeldungen ist das der Fall.

Foto: v.l: Lisa-Marie Buntebarth, Gabriele Sehorz, Sandra Anjoka und Ute Schlieker Foto: Luca Herrmann

 

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