Robert Limpert Berufsschule Ansbach

Die letzte Karussellfahrt

ANSBACH(LUH). „Ich habe gesehen wie eine Schule von klein auf sich entwickelt hat, und ich denke das ist etwas sehr spannendes und schönes.“ Und in der Tat war für Schulleiter Harald Pfitzer bei der anfänglichen Außenstelle des BBW HLS zunächst Pionierarbeit gefragt. 2006 übernahm Pfitzer die Schulleitung einer Schule mit damals drei Klassen. Heute werden in der Kanalstraße 350 Schüler/Innen von 40 Lehrkräften unterrichtet.

Die Schule, die in Zukunft von Jochen Strobl geleitet wird, ist eine Berufsschule mit sonderpädagogischer Förderung mit dem Schwerpunkt Lernen.

35 Jahre war der engagierte Sonderpädagoge im Schuldienst tätig. Zunächst in Dinkelsbühl und Neuendettelsau tätig, fand Pfitzer seine endgültige Heimat in Ansbach. Der Bereichsleiter Schulen, Johannes-Jürgen Saal, würdigte die besonderen Qualitäten von Sonderpädagogen anhand der Fabel des kleinen traurigen Baumwollfadens. Die Aufgaben der Lehrer sei es die Schüler sehr individuell zu fordern und zu fördern.

Das erfordere oft eine hohe Frustrationsgrenze. Pfitzer, habe laut Saal, die Schule stets mit großer Fachkompetenz, Intelligenz und Humor mitunter einfühlsam, mitunter deutlich geführt.

Lobend hob er die Erfolge um die Inklusion hervor, die eine Förderschule in keinem Fall blockieren würde. Pfitzer übergebe dem neuen Schulleiter und langjährigen Kollegen Jochen Strobl eine zeitgemäße Bildungseinrichtung. Von Seiten der Stadt war Bürgermeister Martin Porzner anwesend. Er verbinde mit der Robert Limpert Berufsschule so einiges und erinnerte an den Robert-Limpert Rap. Naturgemäß sehen Schüler ihre Lehrer doch ein wenig kritisch. Dennoch hatte auch Schülersprecher Jan Fetzer nur Lob für seinen Rektor übrig.

Er verfüge über gute Unterrichtskünste und habe stets ein offenes Ohr für Schüler gehabt. Dieser Austausch mit den Schülern würde ihn jung halten, betonte Heppel-Kämmerer Leiter der Außenstelle des BBW HSL. Pfitzer sei zudem ein kompetenter Lehrer mit klaren Grenzen, der zudem durch seinen kooperativen Führungsstil für einen Nachfolger gesorgt habe. Eine die diesen Führungsstil über Jahre miterlebt hat, ist Christine Schmiedgen-Pedreiro. Pfitzer hat die Schule geprägt ohne dabei das Kollegium abzuhängen. Dabei war er nie träge, sondern immer mit unwahrscheinlich vielen Ideen ausgestattet. „Harri und Spontanität. Das passt“, so die stellv. Schulleiterin. „Ich habe ein ambivalentes Gefühl, bezüglich meines Ruhestandes“, äußerte sich Pfitzer persönlich. Im Rückblick habe er mit seinen beiden Schulleiterkollegen erlebt wie eine Schule entstehe. Sein Führungsteam sei dabei charakterlich sehr unterschiedlich, wobei er sich als den kreativen Chaoten beschreiben würde. Die Robert-Limpert Berufsschule sei eine bestens funktionierende Bildungseinrichtung, deren Arbeit sehr wertgeschätzt werde. Das Berufsprofil Inklusion verstehe Pfitzer als Auszeichnung und Auftrag gleichermaßen. Seinem Nachfolger Jochen Strobel wünschte er jederzeit eine ruhige Hand und weiße Entscheidungen.

Foto: Harald Pfitzer verabschiedete sich von seiner Schulfamilie. Foto: Luca Herrmann

 

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