„Dienst am Menschen“

Bopfingen (wz). Die Schulgemeinschaft des Ostalb-Gymnasiums Bopfingen geht mit einem neuen Projekt in die erste Runde: In diesem Schuljahr werden zum ersten Mal die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 ein einwöchiges Sozialpraktikum in einer sozialen Einrichtung ihrer Wahl antreten. Neben ersten Einblicken in das Berufsleben steht beim Sozialpraktikum – anders als beim Berufspraktikum in der Jahrgangsstufe 10 – das humanitäre, caritative, gemeinnützige Miteinander und Handeln im Vordergrund zum Beispiel in Kindergärten, der Altenpflege, der Tafel, in Behinderteneinrichtungen, Jugendeinrichtungen, Krankenhäusern… Kurz: die Schülerinnen und Schüler sollen mit sozialen Berufen „in Berührung kommen“. Die Initiative für dieses soziale Projekt ging von Martina Biehl aus, zuständig für die Berufs- und Studienberatung am OAG, und stieß sowohl bei Schulleitung, Lehrerkollegen, Eltern und auch Bürgermeister Dr. Gunter Bühler auf großes Interesse, der es sich nicht nehmen ließ, die Schirmherrschaft bereitwillig zu übernehmen, weil er das Sozialpraktikum für eine sinnvolle Erfahrung hielt. Auch die Resonanz der angefragten regionalen Institutionen war durchweg befürwortend. „Manche waren sehr positiv überrascht, dass wir proaktiv ein solches Praktikum anbieten wollen“, so Martina Biehl. Bereits seit September 2019 laufen die Vorbereitungen für das Praktikum: Informationsveranstaltungen, Anfragen bei sozialen Institutionen, inhaltliche Anknüpfung und Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler über den Lehrplan des Religion- und Ethikunterrichts. Vom 20. bis 24. Juli findet das Praktikum dann statt. Eine eigens aus Lehrern bestehende Arbeitsgruppe „Sozialpraktikum“ unterstützt die 9.-Klässler bei ihrer Praktikumsplatzsuche, der Durchführung sowie der Nachbereitung. Alle Schülerinnen und Schüler werden in der Praktikumswoche schulisch betreut. Schulleiter Dr. Pascal Bizard sieht in diesem neuen Projekt „eine wertvolle Bereicherung“, die personalen und sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler und auch deren Empathie zu fördern, und dankt Dr. Gunter Bühler und den sozialen Einrichtungen für ihre Unterstützung. „Mit diesem Praktikum geben wir unseren Neuntklässlern die Gelegenheit, in Bereiche des Arbeitslebens hineinzuschauen, in denen der Dienst am Menschen im Mittelpunkt steht. Soziale Berufe erfahren dadurch, so meine pädagogische Hoffnung, eine höhere Wertschätzung und Anerkennung. Und wir zeigen den Jugendlichen gesellschaftliche Bereiche, die vielleicht gemieden oder unterschätzt werden. Diese Aufwertung soll Teil unseres Bildungsauftrags werden.“

Foto: Sebastian Schweitzer

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