Ausbildungsbörse Feuchtwangen Orientierungsmesse

Eine Macherbörse zum Anfassen

FEUCHTWANGEN (LUH). 76 Aussteller, die über 100 verschiedene Berufe, auch fernab der zehn Top-
Ausbildungsberufe vorstellen. Das macht die Orientierungsmesse Ausbildung & Beruf in Feuchtwangen zu der größten Berufsmesse Westmittelfrankens und einer der größten der Region, die trotz ihrer Größe übersichtlich bleibt. Trumpf ist dabei das Zusammenspiel mit der Bayerischen BauAkademie in Feuchtwangen, die im 13. Jahr Gastgeber ist und wieder ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellt.

„Bei uns kann man probieren, ob der Job geeignet ist, da bilden sich richtige Trauben um die Stände herum. Daran merkt man: Die Schüler wollen machen.“ Dies erklärt Hedwig Schlund, Geschäftsführerin des Zweckverbands Industrie-/Gewerbepark InterFranken. Ihr Zweckverband ist eigentlich für die Organisation der Messe zuständig. In der Praxis ist sie aber auf viele verschiedene Schultern verteilt, die sich für das Gelingen der Messe ehrenamtlich engagieren. Dabei sind Institutionen wie die Handwerkskammer, die Arbeitsagentur, die Bayerische BauAkademie als Gastgeber, aber auch Firmen wie Oechsler und Rehau. Besonders hervor hob Schlund die Zusammenarbeit mit der Bayerischen BauAkademie: Ohne die Räumlichkeiten der BauAkademie wäre die Messe nicht das, was sie heute wäre. Die große Resonanz zeige die Akzeptanz seitens der Firmen. Obwohl man bereits Zelte aufstelle, habe man noch immer Anfragen von Neuausstellern. Als eine total andere Messe bezeichnete Hausherrin Gabriela Gottwald die Veranstaltung am 11. Oktober. Sehr lebendig sei sie, als Beispiel brachte sie hierfür den Landeswettbewerb der Fließenleger an. In diesem treten die Sieger aus den einzelnen Kammern parallel und unter Beobachtung der Besucher gegeneinander an und küren so den Landessieger, der sich für die Bundesebene qualifiziert. Auch die Arbeitsagentur zeigte sich vom Konzept überzeugt. Die Berufsorientierung der jungen Leute sei eine der zentralen Aufgaben. Oftmals sei das große Spektrum der in der Region vorhandenen Berufe den Leuten schlicht nicht präsent. Lobende Erwähnung fand neben der Praxisorientierung auch das pädagogische Begleitkonzept. Robert Schmidtner von der Handwerkskammer sieht die Messe als ideale Plattform, auch für Weiterbildungsbelange. Die Aussichten im Handwerk stuft er als sehr gut ein: „Wir geben jedem eine Chance, jeder hat es selbst in der Hand“, so Schmidtner. Die Vertreter der Firmen Oechsler und Rehau lobten die komprimierte Kommunikation auf Augenhöhe. Beide Firmen bringen eigene Azubis mit, wollen aber auch aktiv mit wichtigen Ansprechpartnern wie Lehrern und Eltern sprechen. Auch Nägel mit Köpfen können in Feuchtwangen in Form von Praktika-Absprachen gemacht werden. Diese empfehlen alle Beteiligten unisono als Mittel zur richtigen Selbsteinschätzung für die Zukunft. Insgesamt haben sich 23 Schulen jeglicher Art mit knapp 1.400 Schülern für die größte Messe der Region am Vor-und Nachmittag angemeldet. Am 11. Oktober steht die Messe bis 18 Uhr auch für die Allgemeinheit offen.

Foto: Die Organisatoren freuen sich schon auf den 11. Oktober Foto: Luca Herrmann

 

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