Feier für die neuen Staatsbürger Festakt für Neubürger im Landratsamt Heidenheim.

Am Dienstagabend (23.07.2019) fand im Landratsamt Heidenheim die zwischenzeitlich sechste Einbürgerungsfeier im Kreis statt.

HEIDENHEIM (pm). Vier Personen – eine Mutter mit ihren beiden Kindern aus Rumänien sowie ein Mann aus Argentinien – wurden im Rahmen der feierlichen Veranstaltung eingebürgert, die weiteren geladenen Neubürger hatten die Einbürgerungsurkunde bereits im Laufe des Jahres erhalten. Insgesamt wurden im Landkreis Heidenheim allein 2019 bereits mehr als 130 Männer, Frauen und Kinder mit 33 verschiedenen ehemaligen Staatsangehörigkeiten eingebürgert. Die häufigste Staatsangehörigkeit war hierbei türkisch, mit Abstand gefolgt von italienisch, griechisch, rumänisch, polnisch und ungarisch. An der Einbürgerungsfeier teilgenommen haben 18 Neubürger.  „Sie sind nun Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik Deutschland, nicht nur Bewohner. Sie sind keine Zuschauer mehr, sondern Akteure und Gestalter. Sie dürfen sich in die Angelegenheiten Ihrer Gemeinde, Ihres Landkreises, dieses Bundeslandes Baden-Württemberg und Deutschlands einbringen mit allen Rechten und Pflichten. Sie dürfen politisch mitentscheiden, wählen und auch gewählt werden. Nutzen Sie diese Chance“, so der stellvertretende Landrat Peter Polta an die Neubürger gewandt.  Auch der Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter (CDU) rief die Neubürger auf, sich ehrenamtlich, etwa in der Feuerwehr, zu betätigen.  Er zeigte sich sicher, dass die Neubürger „ihre Entscheidung für Deutschland nie bereuen werden“. „Vielfalt ist etwas Schönes“, hob der SPD-Landesvorsitzende hervor, der zugleich auch betonte, dass die deutsche Staatsbürgerschaft Rechte und Pflichten bedinge. Einigkeit herrschte auch bezüglich der Bedeutung der Integration. Hierbei seien die Menschen, die neu nach Deutschland kommen, ebenso gefordert wie die Einwohner, so Polta, der betonte: „Integration fordert viel und ist keine Einbahnstraße. Beide Seiten müssen aufeinander zugehen, einander respektieren, Vertrauen zueinander gewinnen und ein gemeinsamen Verständnis entwickeln, wie man in der Gesellschaft zusammenlebt.“

Info: In der Regel besteht nach acht Jahren rechtmäßigem Aufenthalt in Deutschland ein Anspruch auf Einbürgerung – bei besonderer Integrationsleistung kann dieser Zeitraum auf sechs Jahre verkürzt werden, bei Ehegatten ist eine noch kürzere Frist möglich.

Einbürgerungsfeier im Landratsamt Heidenheim: Die anwesenden Neubürger wurden vom stellvertretenden Landrat Peter Polta (Mitte links) begrüßt. Grußworte sprachen SPD-Landesvorsitzender Andreas Stoch (Mitte rechts) und Bundestagsabgeordneter Roderich Kiesewetter (links). Foto: Landratsamt Heidenheim

 

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