Fernwanderung mit Zwischenhalt in Nördlingen

NÖRDLINGEN (STV). Bereits 2007, 2011 und 2015 war Nördlingen Etappenort dieses historischen Kaufmannszuges. Seit 2007 haben es sich engagierte Traditionalisten aus dem fränkischen Seligenstadt zur Aufgabe gemacht und zum Ziel gesetzt, diese historische Fernwanderung bzw. altüberbrachte Reise nachzufahren bzw. nachzustellen. 15 Tage benötigen die Gespanne und Fuhrwerke, um die 338 Kilometer von Augsburg bis Seligenstadt zu bewältigen. Dabei sind die Etappen meist zwischen 15 und 30 Kilometer lang. Mittags werden die „Kaufleute“ an historischen Städten bewirtet. Schon die erste Tagesetappe von Augsburg zum Gut Schwaighof hat es mit 32,1 Kilometern in sich. Dann geht es von der Nähe des Klosters Holzen nach Harburg. Am dritten Tag zieht der Tross von Harburg über Großsorheim, Kleinsorheim, Ziswingen, Merzingen, Balgheim und Reimlingen nach Nördlingen. Am Montag, 3. Juni, werden gegen 17 Uhr die Teilnehmer der 21,5 Kilometer langen Tagesetappe in Nördlingen erwartet.

Der Kaufmannszug aus Seligenstadt besteht aus circa 20 Fuhrwerken, 50 Pferden und über 200 Personen, die die einzelnen Tagesetappen in Angriff nehmen. Am Rathaus werden sie von der Historischen Gruppe des „Verein Alt Nördlingen“, Oberbürgermeister Hermann Faul und einigen Damen und Herren des Stadtrates begrüßt. Im Anschluss daran ziehen Fuhrwerke, Tiere und Menschen nach einer kurzen Stärkung im Gewölbe des Rathauses in diesem Jahr erstmals zur Festwiese „Kaiserwiese“. Dort wird sich, ebenso wie bei den bisherigen Kaufmannszügen das große organisatorische Geschick und die ungeheuerliche „Manpower“ zeigen, damit alles reibungslos funktioniert und Unterbringung, Verpflegung und Ruhephasen optimal vorbereitet sind. Da das bisherige Gelände der ehemaligen Gärtnerei wegen der Baumaßnahme am Nähermemminger Weg nicht mehr zur Verfügung steht, bietet die Grünanlage entlang des Bretterzaunes zur Reitanlage „Scharlachrennen“ einen adäquaten Ersatz. Fahrzeuge, Transporter, Tiere und Menschen haben hier ausreichend Platz zur Erholung. Die mobilen Pferdekoppeln werden dort aufgebaut sein. Die mitreisenden Zugteilnehmer können in diesem Jahr dankenswerterweise im noch stehenden Festzelt Papert allesamt untergebracht werden und freuen sich über eine besondere Übernachtungsmöglichkeit in einem derart großen Zelt. Bei den vergangenen Kaufmannszügen übernachteten jeweils 60 Personen in den Zelten, die Boxen für die Tiere werden täglich auf- und abgebaut, verladen und weiter transportiert. Ein eigener Versorgungstrupp sichert die Verpflegung von Mensch und Tier.

Zum Einzug des Historischen Kaufmannszuges ist die Bevölkerung herzlich eingeladen. Die Mitwirkenden werden gegen 17 Uhr am Berger Tor in die Stadt einfahren und dort von der Knabenkapelle musikalisch empfangen sowie zum Rathaus geleitet. Im Anschluss besteht für die Besucher selbstverständlich und gerne die Möglichkeit, auch einen Blick hinter die Kulissen des Lagers auf der Kaiserwiese zu werfen.

 

 

 

 

 

Bildunterschrift:     Archivbild vom Einzug des Kaufmannszugs im Jahr 2015      FOTO:     Rudi Scherer

 

 

 

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