ANSBACH (LUH). Weihnachten ist nicht nur das Fest der Besinnung, des Schenkens und des Zusammenkommens mit der Familie, sondern auch des Essens, bei so manchem gar an der Grenze zur Völlerei. Leisten kann sich das aber auch in Deutschland bei Weitem nicht jeder. Da man aber gerade in der Weihnachtszeit getreu den christlichen Werten an die Schwächeren denken soll, ermöglicht die Hilterhausstiftung dieses Jahr sogar 130 Familien ein Festmahl an Heiligabend.

Bereits in die zehnte Runde geht die Weihnachtsbratenaktion der Tafel in Zusammenarbeit mit der Hilterhausstiftung. Und so rechnet Mäzen Friedrich Hilterhaus frei nach Adam Riese vor, dass in dieser Zeit zwischen 3.000 bis 4.000 Personen einen Weihnachtsbraten genießen konnten. 1.500 Euro stellt Hilterhaus dafür Tafel-Chefin Edeltraud Merker zur Verfügung. Diese kauft das Fleisch dann kurz vor Heiligabend frisch in der Metzgerei. Am 23. können dann vorzugsweise Familien ihre Hauptzutat in der Tafel abholen. Klar ist auch, nur wer bedürftig und einen Ausweis hat, der bekommt auch was in der Tafel. Auch wenn Merker betont „hungrig heim geht bei uns keiner“. Da die guten und seltenen Sachen, wie etwa Metzgerware, in der Tafel natürlich schneller vergriffen sind, hat sich die Chefin ein rollierendes System mit Farben ausgedacht, das für Gerechtigkeit sorgt. Ganz wichtig ist ihr „Bedürftige sind doch keine Nummern, wo bleibt denn da die Würde?“ In Ansbach würde es trotz so manch erschwerender Regelung, nicht an Lieferquellen mangeln. Das liege auch daran, dass die Tafel von Anfang an als seriöser Partner aufgetreten ist, merkte Hilterhaus an, der gleichzeitig die Wegwerf-Gesellschaft kritisierte. Dies geschehe bei der Tafel nicht. Würde diese zu viel Ware erhalten, gebe sie zunächst etwas an die umliegenden Niederlassungen ab. Bliebe in Ansbach selbst etwas übrig, gehe dies an die Wärmestube. Diese verwerte dort nicht Verzehrtes als Tierfutter, sodass garantiert nichts im Abfall lande.

Foto: Friedrich Hilterhaus (rechts) stellt auch dieses Jahr wieder Edeltraud Merker die finanziellen Rahmenbedingungen für die Weihnachtsbratenaktion der Tafel zur Verfügung Foto: Luca Herrmann

 

 

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