„Frei für Zulieferer“

ANSBACH (LUH). Parken ist in der Henry-Dunant-Straße beim Kreisverband Ansbach etwas schwierig, also musste auch Mäzen Friedrich Hilterhaus sich umschauen und landete letztendlich auf einem Anliegerparkplatz. Darüber konnte die Führungsmannschaft an besagtem Tag aber großzügig hinwegsehen, war Hilterhaus doch auch gewissermaßen so etwas wie ein Zulieferer. Ein Zulieferer einer warmen Geldspende in Höhe von 1.500 Euro nämlich.

Diese übergab der Mäzen an Heinz Bischoff, den hauptamtlichen Geschäftsführer des BRK Kreisverbandes Ansbach. Bei der Spendenübergabe warf Friedrich Hilterhaus einen Blick zurück auf die Schlacht von Solferino. Bei dieser erlebte Rot-Kreuz Pionier Henry Dunant den Schrecken des Krieges und vor allem die teils schwer verletzten Soldaten hautnah mit. Diese Erlebnisse waren der Stein des Anstoßes für die Gründung der heute weltweit operierenden Hilfsorganisation. „Sie sind wichtige Stützen der Gesellschaft, wenn es das rote Kreuz nicht geben würde, täte etwas fehlen“, wandte sich Hilterhaus an die Rot-Kreuz’ler. Tolle Arbeit müsse belohnt werden, fuhr er fort. Das Rote Kreuz auf weißem Grund sei immer präsent und sichtbar, stellte Hilterhaus fest. Er könne sich in Zukunft vorstellen, eine Patenschaft für ein Schulsanitätsprojekt zu übernehmen. Hauptgeschäftsführer Heinz Bischoff zeigte sich stolz über die Berücksichtigung seiner Organisation. Pionier Henry Dunant sei ein großer Humanist gewesen, der zudem auch den CVJM gegründet habe, was allerdings oft vergessen werde. Seine ehrenamtlichen Kollegen lobte er als wesentliche Stütze im Roten Kreuz. 270 Sanitätsdienste, also Veranstaltungen, die von einem mit ehrenamtlichen Sanitätern besetzten Auto begleitet werden, haben die Ansbacher Freiwilligen 2018 geleistet. Darunter sind auch Großveranstaltungen wie das Summerbreeze und das Taubertalfestival. Die Ehrenamtlichen seien im Einsatz dabei für den Patienten nicht als solche zu erkennen. „Das sind dann die ausführenden Sanitäter im Einsatz, also haben sie auch die gleichen Qualifikationen wie Hauptamtliche“. In bereits fünf Schulen in Ansbach gebe es Schulsanitäter. „Wir setzen auf eine Heranführung für ein langfristiges Engagement bei uns, von unten heraus“, so Bischoff. Dankbar sei man für jede Spende, schließlich sei man keine staatliche, sondern eine selbstständige Organisation, die auf Spenden angewiesen ist.

Foto: Bei der Übergabe v.l. Heinz Bischoff, Friedrich Hilterhaus, Andrea Brinschwitz, Karl-Heinz Zehrer und Thomas Altaner Foto: Luca Herrmann

 

 

 

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