Sparkasse Ansbach Ausstellung

Freiheit im Künstlerleben

ANSBACH (LUH). Im Foyer der Ansbacher Sparkasse hängen Bilder, die in ihrer Geschichte einen Erlös von zusammen 800 Millionen Euro erzielt haben. Natürlich hängen die Klassiker von da Vinci, Renoir, Franz Mark, van Gogh und Gauguin nicht im Original in der Rezatstadt, doch zumindest zum Verwechseln ähnlich sehen die Werke des Ansbacher Gert Lindenthals aus. So kamen schon nach kurzer Zeit Nachfragen von Kunden wie es denn sein kann, dass solche Klassiker den Weg in die Sparkasse gefunden haben.

„1988 war es, da wollte ich einen Franz Mark bei mir daheim haben. Den konnte ich mir aber natürlich nicht leisten. Also habe ich angefangen zu malen“. So begann die Leidenschaft des 77-jährigen Ansbachers mit tschechischen Wurzeln. 120 weitere Klassiker nach Marks „Die Füchse“ ließ Lindenthal folgen. Als der ehemalige Bauingenieur 2005 in Ruhestand ging, intensivierte er noch einmal sein Hobby. „Ich genieße jetzt momentan in meinem kleinen Studio die Freiheit des Künstlerlebens“, so der 77-jährige. Die Künstler deren Werke er nachmalte, habe er sich dabei stets selbst rausgesucht. So ist eine Vielfalt an Bildern entstanden. Neben Franz Mark, zählen auch Renoir, Gauguin, van Gogh, Rembrandt, Rubens, da Vinci und auch August Macke zu den Favoriten. Weiterentwickelt hat sich über die Jahre freilich die Technik: Spannte Lindenthal anfangs selbst noch alte Bettlaken auf Holz, hat er mittelweile einen Ansprechpartner, der ihm Kopien auf Leinwand zieht. Dies sei eine riesige Erleichterung. Ein Fälscher sei Lindenthal dabei aber nicht. Jedes Bild werde gekennzeichnet und beschriftet und die Unterschrift eines Künstlers zu fälschen käme Lindenthal nie in den Sinn. „Die Malerei als schöpferische Tätigkeit erfüllt mich mit Zufriedenheit“, betonte der Künstler. Sparkassenvorstand Werner Frieß, zeigte sich beeindruckt von „Autodidakt“ Gert Lindenthal. Man spüre bei ihm die pure Leidenschaft für die Kunst. In der Sparkasse wolle man Menschen ein Forum geben. Es sei viel zu schade die Bilder auf ewig daheim hängen zu lassen. Für Lindenthal ist es die erste Ausstellung. Bisher habe er die Bilder nur bei sich daheim aufgehängt oder für Bekannte erstellt. Gewinn wolle er mit seinen Werken keinesfalls machen und auch die Sparkasse solle keine Verkaufsfläche werden. Bisher habe er höchstens einmal den Selbstkostenbeitrag für seine Bilder verlangt, so Lindenthal. Er malt die Bilder immer in einer Größe, dass sie gut an die Wand passen. Wer nun neugierig geworden ist, kann die Bilder noch bis 23. August in der Sparkasse bewundern.

Foto: Während im Hintergrund da Vincis „Salvator Mundi“ alles beobachtet unterhalten sich der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Ansbach, Werner Frieß (links), und Gert Lindethal angeregt. Foto: Luca Herrmann

 

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