WochenZeitung Altmühlfranken, Wassertrüdingen, Wörnitz, Flussbad

Freizeitoase mitten in der Natur

(DO). Heiße Tage liegen hinter uns. Die Temperaturen regelmäßig über 30 Grad. Kein Chlorgeruch liegt in der Luft – dafür schimmert das Becken nicht himmelblau, sondern hat einen Grünstich. Es ist kaum etwas los. Das überrascht mich angesichts des idealen Badewetters. Ein paar Badegäste planschen vergnügt durch das kühle Nass, andere verweilen auf der Wiese oder sitzen auf der Kioskterrasse.

Das Wörnitz-Flussbad in Wassertrüdingen liegt direkt auf unserer Fahrradstrecke. Eine Abkühlung würde jetzt guttun, so verschwitzt wie wir sind. Mein Mann stellt die Fahrräder unter einen Baum und versperrt sie. Jetzt nur noch durch die offene Gittertür und die kleine Holzbrücke und schon stehen wir im herrlich gelegenen Naturbad. Es gibt keine Kasse, denn der Eintritt ist frei.

Aufgrund ihrer Sauberkeit und der gemächlichen Fließgeschwindigkeit kann man in der Wörnitz gleich an mehreren Stellen ins Wasser steigen. Eine besonders schöne Badegelegenheit bietet das idyllisch gelegene Wörnitz-Flussbad in Wassertrüdingen. Hier hat man die Möglichkeit, im Fluss zu baden oder sich in der lagunenähnlichen Flachwasserzone mit gefiltertem Wasser aus dem Fluss abzukühlen.

Das Gelände ist riesig – ein Paradies für kleine und große Wasserratten, aber auch für Sonnenanbeter und Erholungssuchende. Unter einem großen Baum finden wir ein schattiges Plätzchen. Ich kann es kaum erwarten, ins Wasser zu kommen. Eine kurze Dusche sorgt für die erste Abkühlung. Stufe für Stufe wage ich mich ins Becken, die Hand ist dabei immer fest am Edelstahlgeländer. Ich lasse Vorsicht walten, denn der Boden ist etwas rutschig. Während ich erst bis zu den Knien im Wasser stehe, schwimmt mir mein Mann schon entgegen. Hätte ich doch auch lieber über die Einstiegsleiter am gegenüberliegenden Beckenrand ins kühle Nass eintauchen sollen! Nur keine Blöße geben. Schon ziehe ich meine ersten Bahnen, lege mich auf den Rücken und lasse mich im Wasser treiben. Das Wasser hat eine angenehme Temperatur. Ein herrliches Gefühl!

Ständig fließt gefiltertes Wasser über einen Schlauch in das Becken und hält das Wasser in Bewegung. Die erste Abfrischung hat schon mal gutgetan und ich genieße es, nicht ständig den Chlorgeruch in der Nase zu haben. Die Kinder tummeln sich im Kinderschlammbereich oder rutschen ins Wasser. Die Größeren messen sich inzwischen auf dem Volleyballplatz oder relaxen auf der Liegewiese. Speisen und Getränke gibt es im Kiosk. Auch Toiletten und Duschmöglichkeiten sind vorhanden.

Langsam trudeln die Besucher ein und das Becken füllt sich. Ist aber kein Problem, Platz ist ausreichend vorhanden. Dazu gibt es auch noch Einstiege in die Wörnitz. Stufen mit Geländer führen hinab ins Wasser. Idyllisch windet sich der Fluss durch die Landschaft. Die anhaltende Hitze und die Trockenheit haben den Pegel etwas absinken lassen. An so manchen Stellen im Fluss kann man jetzt sogar stehen.

Abgekühlt schwingen wir uns auf die Räder und trampeln noch ein Stück zu unserem Auto.

Bildunterschrift: Die Badestelle an der Wörnitz ist von 1. April bis 31. Oktober zugänglich. Foto: Brigitte Dorr

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