Gartenlust statt Wohnungsfrust

Ostalbkreis (wz). Die Temperaturen steigen, die Sonne strahlt, die Vögel singen um die Wette, das Frühlingserwachen sprießt aus jeder Knospe. Hummeln und Bienen summen lautstark und besuchen emsig die frühen Blüten. Frei nach Eduard Mörike „lässt der Frühling sein blaues Band flattern und süße wohlbekannte Düfte durchstreifen das Land“. Es tut jedem Menschen gut, das Erwachen der Natur mit allen Sinnen zu sehen und zu erleben. Die dunkle Winterzeit ist vorbei und es geht wieder aufwärts. Gartenliebhaber können auch in Zeiten der Coronakrise hinaus in den Garten oder auf die eigene Obstwiese und sich dort sinnvoll und nachhaltig betätigen. Welche Arbeiten stehen an? Jetzt ist die Zeit, die noch nicht geschnittenen Obstbäume zu schneiden. Das gleiche gilt für Beeren und Rosen. Der Gemüsegarten kann für die Aussaat und Pflanzung vorbereitet, der Rasen vertikutiert und Insektenhotels und Nistkästen auf Vordermann gebracht werden. Bei diesen und weitere anstehende Tätigkeiten lassen sich auch gut Kinder einbinden, die ohnehin nach Abwechslung suchen. Gartenarbeit muss für Kinder nicht Arbeit bedeuten, sondern kann auch nach Abenteuer und Erlebnis klingen. Vielleicht lässt sich in diesen Tagen auch mancher Jugendlicher dafür begeistern. Manch einer hat mehr Zeit als sonst für den Garten. Gefragt sind Kreativität und neue Ideen: Eine Blumenwiese mit heimischen Arten als wichtige Nahrungsquelle für zahlreiche Insekten aussäen. Totholz-, Steinhaufen oder auch mal eine kleine Sandgrube als zusätzliche Lebensräume für die heimische Tierwelt anlegen. Vögeln beim Nestbau, Erdhummeln beim Graben ihrer Gänge oder Kröten bei der Laichablage beobachten. Überall pulsiert das Leben und das direkt vor der eigenen Haustür. Vielleicht ist auch noch Platz für eine neue Trachtpflanze oder einen schönen Blütenstrauch. Ein Garten ist immer dynamisch und lebt von Veränderungen. Für viele Familien ist die derzeitige Situation äußerst schwierig. Tätigkeiten rund um den Garten und Natur machen aber gerade in diesen Zeiten Sinn. Die ganze Familie kann nachhaltig zusammen arbeiten und für die Zukunft Positives erschaffen.

  • Bei aller Euphorie müssen dennoch unbedingt die aktuellen Vorgaben zum Schutz vor der Corona-Pandemie eingehalten werden. Die Arbeiten und Aufenthalte im Garten dürfen nur im Familienkreis erfolgen. Unnötige soziale Kontakte sind auch bei der Gartenarbeit unbedingt zu vermeiden. Dies gilt auch und besonders für Kleingartenanlagen!

Foto: Landratsamt Ostalbkreis

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