Giengen als Fairtrade-Stadt rezertifiziert

Bereits zum zweiten Mal wurde die Stadt Giengen als Fairtrade-Stadt rezertifiziert.

Giengen (pm).Damit darf sie sich weitere zwei Jahre als Fairtrade-Stadt bezeichnen. Bereits im Mai 2012 hatte der Gemeinderat die Zielsetzung ausgerufen, im April 2013 erhielt Giengen das Fairtrade-Siegel. Heute gibt es über 600 Fairtrade-Städte in Deutschland, über 2.000 Fairtrade-Towns weltweit. Dazu zählen London, Rom, Brüssel, San Francisco … und eben Giengen. Ziel des Engagements ist insbesondere, den fairen Handel mit Lebensmitteln zu unterstützen. Der Fairtrade-Gedanke besitze einen nachhaltigen Platz in der Stadt. Die zugehörige Urkunde formuliert: „Durch ihr Engagement für den fairen Handel nimmt die Stadt Giengen eine Vorreiterrolle ein. Das setzt ein konkretes Zeichen für eine gerechtere Welt, indem Giengen dazu beiträgt, dass durch faire Handelsbeziehungen den benachteiligten Produzentengruppen im Süden zu einem verbesserten Einkommen verholfen wird.“ In Giengen fördern Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft den fairen Handel auf kommunaler Ebene. Die globale Idee sei mittlerweile ins lokale Gedankengut eingezogen, so OB Dieter Henle: „Statt Knöllchen gab’s in der Vorweihnachtszeit faire Schokolade für Falschparker, der geplante Bodenbelag der Fußgängerzone besteht aus deutschem Granit – und eben nicht Naturstein aus Steinbrüchen in weiter Ferne, wo Kinderarbeit und unfaire Löhne nach wie vor Alltag sind.“ Auch Kirchen, Vereine, Schulen und Gastronomie wirken mit. 2017 wurde die Robert-Bosch-Realschule als ‚Fairtrade-Schule´ ausgezeichnet, im Herbst 2018 fand die Aktion „Fairtrade ein Gesicht geben“ statt, u. a. in den Giengener Stadtnachrichten. Diese Idee wurde nun im Kolping-Fachkalender aufgegriffen. „Giengen macht Schule“, freute sich Elisabeth Steffel, Sprecherin der Steuerungsgruppe „Fairtrade“. Sie möchte das Thema weiter präsent halten: „Geplant ist u. a. eine Plakataktion, wir freuen uns über die Unterstützung der städtischen Wirtschaftsförderung und wollen uns verstärkt auch dem Thema Kleidung aus fair gehandelter Baumwolle widmen.“ Die regelmäßigen Rezertifiizierungen sieht man in der Steuerungsgruppe positiv, weil sie immer auch Anlass zur Selbstprüfung seien.


Info:  1992 startete der TransFair e. V. in Köln mit dem Ziel, benachteiligte Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika zu fördern und durch fairen Handel ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern. Giengen wurde 2013 die 144. Fairtrade-Stadt in Deutschland.

Fotos: Stadt Giengen

Bildunterschrift:  Die Steuerungsgruppenmitglieder Fair Trade freuen sich über die Rezertifizierung gemeinsam mit OB Dieter Henle – Heike Polifke (Robert-Bosch-Realschule), Elisabeth Steffel (Leitung der Steuerungsgruppe), OB Dieter Henle, Ulrich Carle (DLRG Ortsgruppe Giengen) und Stefan Heger (Bürgerschaft)

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