Hakenkreuze im Ulmer Münster – Dekan Ernst Wilhelm Gohl ist entsetzt und spricht klare Worte.

    

Hakenkreuze im Ulmer Münster – Dekan Ernst Wilhelm Gohl ist entsetzt und spricht klare Worte.

 

Ulm (wag). Herr Dekan Gohl, teilt uns auf Anfrage sein Entsetzten über das Geschehende im Ulmer Münster mit und seine Sorge über diese Entwicklung. In seiner Message auf Facebook betitelt der Dekan es wie folgt:

Wenn der Staat die Bürger nicht mehr schützen kann, gehen die Menschen auf die Straße und schützen sich selbst“, so der AfD-Bundestagsabgeordente Markus Frohmaier nach Chemnitz und auch der Parteivorsitzende Alexander Gauland findet es normal, „dass Menschen ausrasten, wenn eine solche Tötung passiert“. Nein, Selbstjustitz ist nicht normal! Bei uns hat nur einer das Gewaltenmonopol: Der Staat. Das müssten Abgeordnete des Deutschen Bundestages eigentlich wissen. Das unterscheidet den zivilisierten Staat mit seinen Rechtsmittel vom barbarischen Staat mit seinen Emotionen. Wer einen funktionierenden Rechtstaat wie den unsrigen tag- täglich schlecht redet, wie es die AfD tut, „Gutmenschen“ diskreditiert, Neid bedient, Ängste schürt, Panik verbreitet, einen Rassisten wie Herrn Höcke als Fraktionsvorsitzenden hofiert und und und … der zerstört genau das, was er zu retten vorgibt, den freiheitlichen Rechtsstaat. Die Folgen sind im Ulmer Münster zu sehen: Hakenkreuze auf drei Bänken am Mittwoch (nach Chemnitz), AfD-Parolen im Windfang am Freitag (nach Chemnitz). Wenn diese/r Rechtsradikale schreibt „Hakenkreuz statt Kreuz“, hat er zumindest eines verstanden: Rassismus und Hass (Hakenkreuz) sind mit dem Evangelium (Kreuz) unvereinbar. Statt Wut und Spaltung brauchen wir Mut und Haltung!

Auf Anfrage teilte die Polizei Ulm heute mit, dass die Kriminalpolizei ermittelt aus der Inspektion für politisch motivierte Kriminalität. Wer Hinweise geben kann soll sich bitte beim Polizeipräsidium Ulm melden.

Polizeipräsidium Ulm

Telefon: 0731 188-0

 

POL-UL: (UL) Ulm – Hakenkreuze geschmiert / Die Kriminalpolizei ermittelt jetzt in Ulm, nachdem Unbekannte Hakenkreuze malten.

 

Ulm (ots) – Wie am Wochenende bei der Ulmer Polizei angezeigt wurde, hatten Unbekannte zunächst im Laufe der vergangenen Woche drei Bänke im Ulmer Münster beschmiert. Sie brachten dort Hakenkreuze und politische Parolen an. Zum Ende der Woche wurden ähnliche Parolen an eine Tür des Münster Angebot angebracht. Bereits am Donnerstag hatten Unbekannte ein Plakat beschmiert, das in der Bahnhofstraße hing. Auch darauf wurden Hakenkreuze gemalt. Schließlich meldeten die Besitzer eines Hauses am Münsterplatz, dass in ihrem Treppenhaus auch ein Hakenkreuz an die Wand gemalt wurde. Dies dürfte ebenfalls am Donnerstag geschehen sein. Die Kriminalpolizei ermittelt jetzt in allen Fällen, wer für diese Straftaten verantwortlich ist. Sie prüfen auch, ob die Taten zusammenhängen. Dazu sicherten Spezialisten die Spuren. Die Ermittler bitten auch um Hinweise. Wer die Täter gesehen hat, sie kennt oder sonst Hinweise geben kann wird gebeten, sich unter der Telefon-Nr. 0731/1880 zu melden.

 

 

 

 

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