Diakonie Ansbach Festakt Jubiläum

„Helfen ist unsere Stärke“

ANSBACH (LUH). Vom Hilfswerk, zur inneren Mission, zur Diakonie Ansbach in 70 Jahren. Genau wie der Name, haben sich in diesen Jahren auch die Anforderungen an die Diakonie stets gewandelt.

Ging es anfangs darum die existentiellen Bedürfnisse des Menschen nach Kriegsende zu befriedigen, stellt sich die Diakonie heute den ganzheitlichen Problemen der modernen Gesellschaft. So betonte Oberbürgermeisterin Carda Seidel: „Die Diakonie ist sehr flexibel“. Auch mit Lob sparte das Stadtoberhaupt nicht: „Sie stehen für eine menschlichere, sozialgerechtere Gesellschaft“, wandte sich Seidel an die Mitarbeiter und Angehörigen der Diakonie. Die Ziele von Stadt und Diakonie seien eng miteinander verknüpft. Das niederschwellige, ressentimentfreie Angebot der Diakonie, bilde zusammen mit dem kommunalen Angebot ein sich „perfekt ergänzendes Hilfssystem“. Die Regionalbischöffin der evangelischen Kirche Gisela Bornowski plädierte für ein weiterhin gemeinsames Auftreten von Kirche und Diakonie. Man hätte miteinander viel erreicht, nun gehe es darum, dass Leben in seiner ganzen Fülle wiederzugeben.

Regierungspräsident Dr. Thomas Bauer sprach sich in seinem Grußwort dafür aus, die Zahl 70 nicht so sehr in den Fokus zu rücken. Viel mehr sei es ein Grund zum Feiern und mit Freude auf das Erreichte zurückzublicken. Er lobte das breit gefächerte Angebot, das neben den klassischen Bereichen der Diakonie auch weitere Anlaufstellen wie die Sucht-, Schwangeren-, Familien-, Asyl-, und Integrationsberatung beinhalte. Dies alles würde dabei stets unter dem christlichen Menschenbild stattfinden, hob der Regierungspräsident hervor. Sandra Schumann, Vorstandsmitglied des diakonischen Rates Bayern, lies durchblicken, dass Diakoniearbeit nicht immer leicht sei. Diskussionen und Reformen hätten nicht immer zu sinnvollen Ergebnissen geführt. Sie wünsche sich von der Politik bei Geldthemen und dem Fachkräftemangel unkonventionelle Antworten. Für Ansbach hatte sie nur warme Worte übrig: „Hier hat man immer den Menschen in seiner Gesamtheit gesehen.“

Als Vertreterin des Bezirks Mittelfranken sprach die Beauftragte für Menschen mit Behinderung im Bezirkstag, Lydia Bauer-Hechler. 113 Leistungsberechtigte des Bezirks würde die Diakonie Ansbach versorgen. Diese essentielle Arbeit würde dabei erstklassig und umfassend erledigt.

Das letzte Wort der Grußwortredner hatte Dekan Hans Stiegler. „Vieles, vieles ist gewachsen, wir sind aber noch nicht am Ende.“ Man erfülle von der Wiege bis zur Bahre den Urauftrag Christi. Gleichzeitig sprach der Dekan, die Einladung aus, sich doch einmal die Dienste der Diakonie anzusehen.

Im Anschluss ging der Vorstandsvorsitzende der Diakonie, Wolfgang Schur, noch genau auf die 70-jährige Geschichte der Ansbacher Diakonie ein, ehe die Mitarbeiter ihre verschiedenen Abteilungen vorstellten.

Foto: Regionalsbischöffin Gisela Bornowski sprach beim Festakt zu 70 Jahren Diakonie. Foto: Luca Herrmann

 

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