Breitschwert Ehrenbürgerwürde

„Herausragende Ehrung“ für Klaus-Dieter Breitschwert

ANSBACH (LUH). „Die Gründe warum man einen Mann auszeichnen soll, sind in erster Linie sein Charakter, in zweiter Linie seine Art zu handeln, in dritter Linie einzelne Taten.“ So zitierte Oberbürgermeisterin Carda Seidel den chinesischen Philosophen und Politiker Lü Bu We. Die Ehrung, um die es geht, die Ehrenbürgerwürde Ansbachs, wurde nun zum ersten Mal seit 15 Jahren wieder verliehen. In der Ansbacher Satzung ist sie etwas nüchterner formuliert: „Menschen, die sich in besonderer Weise um die Stadt Ansbach verdient gemacht haben, können zu Ehrenbürgern ernannt werden.“

Der Geehrte jedenfalls erfüllt all diese Attribute zu Genüge. Klaus-Dieter Breitschwert hat in beinahe 50 Jahren politischer Arbeit mannigfaltige Verdienste um die Rezatstadt erworben. Breitschwert war Kommunalpolitiker. Ganze 41 Jahre saß er im Stadtrat Ansbachs, 24 Jahre war er Bürgermeister. Zahlreiche Projekte wirtschaftlicher Natur hat er dabei angeschoben, von denen Ansbach heute noch zehrt. Seidel nannte hier exemplarisch die Ansiedlung des Boschwerkes sowie die Beteiligung der Thüga an den Stadtwerken.

Aber auch auf Landesebene machte Breitschwert Politik für Ansbach. Elf Jahre war er Landtagsabgeordneter, selbst hier hatte er die Wirtschaft als Mitglied des Wirtschaftsausschusses im Fokus. Zudem war er Vorsitzender des Fernseh- und Technikausschusses im Medienrat. Lobend hob die Oberbürgermeisterin sein Engagement in Sachen Städtebau, Kultur (Theater), Bildung und Sozialem hervor. Gesondert erwähnte sie die Leidenschaft Breitschwerts für die Partnerstädte, im besonderen natürlich für Anglet, das mittlerweile die zweite Heimat des 75-Jährigen ist und dessen Ehrenbürgerwürde er ebenfalls dieses Jahr erhielt. Charakteristisch für Breitschwert sei dessen große Begeisterung, Leidenschaft, das Herzblut sowie die absolute Zuverlässigkeit. Mit fränkischer Hartnäckigkeit habe Breitschwert Projekte in Angriff genommen. „Fingerspitzengefühl“ zeigte der CSU-Politiker bei seinem geordneten Rückzug, bei dem er in den letzten fünf Jahren sukzessive seine Ämterfülle reduzierte. Für all dies erhalte Breitschwert die höchste Auszeichnung Ansbachs, die immer nur fünf Personen gleichzeitig tragen können. Breitschwert selbst dankte in erster Linie seiner Familie, ohne deren Handeln im Hintergrund er vieles nicht hätte bewerkstelligen können. Er selbst würde alles wieder so machen. Auch wenn er betonte, dass keines seiner Projekte eine Einzelleistung sei, sondern es immer nur gemeinsam über Landes- und Parteigrenzen hinweg gehe. Das simultane Ausüben des Bürgermeisteramts und der Posten des Landtagsabgeordneten hätte ihm viel abverlangt, sei aber dennoch eine gute Kombination gewesen.

Denkt er an Anglet und an die freundschaftlichen Beziehungen in seiner zweiten Heimat, müsse man heuer auch immer an 100 Jahre Kriegsende des ersten Weltkrieges denken. Frieden und Freundschaft sowie die Völkerverständigung innerhalb Europas seien Privilegien, die gar nicht hoch genug einzuschätzen seien. Wie an seinem 75. Geburtstag lies der Geehrte „Altersmilde“ walten. „Ich entschuldige mich bei allen, die ich verletzt habe. Es tut mir leid.“

Zum Abschluss der außerordentlichen Stadtratssitzung trug sich Breitschwert mit den Worten „Herzlichen Dank für diese herausragende Ehrung“ in das Goldene Buch der Stadt Ansbach ein. Die musikalische Umrahmung des Abends lieferte Ulrike Koch am Piano in der mit zahlreichen Ehrengästen und langjährigen Weggefährten bis zum letzten Platz gefüllten Karlshalle.

Foto: „Herzlichen Dank für diese herausragende Ehrung“, mit diesen Worten trug sich Klaus-Dieter Breitschwert unter dem interessierten Blick von Oberbürgermeisterin Carda Seidel ins Goldene Buch der Stadt Ansbach ein. Foto: Luca Herrmann

 

 

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