Kreuzgangspiele Feuchtwangen

Im Winter schon auf den Sommer freuen

ANSBACH (RED). Mit der letzten Vorstellung von „Wie im Himmel“ am Sonntag, den 12. August gingen die Festspiele im romanischen Kreuzgang 2018 zu Ende. Freunde des traditionsreichen Freilichttheaters müssen jedoch nicht lange warten, denn schon im Oktober erscheint das neue Prospekt der Spielzeit 2019 mit allen Terminen und auch der Vorverkauf beginnt.

Außerdem startet im November wieder die Reihe Kreuzgangspiele extra. Zu erleben sind dabei Schauspieler des Kreuzgang-Ensembles, wie Alexander Ourth, der in diesem Sommer auf der Kreuzgangbühne in „Faust“ und „Schneewittchen“ zu sehen war. In seiner Inszenierung bringt Alexander Ourth zusammen mit der Schauspielerin Judith Kriebel in einer Multimediaperformance aus Videokunst, Soundcollage und Schauspiel das Leben von Sophie Scholl nahe.

Das Stück ist am 9. November um 10.30 Uhr in Rahmen einer Schulvorstellung sowie abends um 20 Uhr in der Stadthalle Kasten zu sehen.

Sophie Scholl – Eine Multimediaperformance

Im Februar 2018 jährte sich die Ermordung Sophie Scholls und ihrer Mitstreiterinnen und Mitstreiter aus der Widerstandsgruppe „Die Weiße Rose“ zum 75. Mal. In einer Zeit des Staatsterrors und der Überwachung wagten die jungen Menschen rund um Sophie und Hans Scholl das Äußerste: ihr Leben. Obwohl sie selbst als Kinder in der Hitlerjugend und dem Bund deutscher Mädel noch glühende Anhänger Hitlers gewesen waren, reifte bei ihnen, je älter sie wurden und je mehr sie sich mit der politischen Realität auseinandersetzten, eine große Skepsis gegenüber dem System. Sie wollten nicht mehr tatenlos mitansehen, wie in ihrem Namen Krieg und Terror in Europa verbreitet wurden. Zivilcourage ist gerade in Zeiten wiedererstarkender rechter Kräfte in Politik und Gesellschaft eine wichtige Botschaft, die die Geschichte der „Weißen Rose“ auch für heutige Schülergenerationen noch relevant macht. Historische Dokumente, Musik und Texte aus den 1920er-1940er Jahren zeigen Sophie Scholl als Teenager mit ganz heutigen Träumen und Vorstellungen. Sie hat einen großen Freundeskreis, man trifft sich auf Partys, Sophie verliebt sich, beendet die Schule und beginnt mit dem Studium. Aber dann bricht der Krieg aus. Freund und Bruder sind Soldaten und berichten Grauenvolles von der Front. In Sophies Tagebucheinträgen und Briefen wird deutlich, wie ihr politisches Bewusstsein und ihr Wille zum Widerstand immer stärker wachsen. Bis ihr klar wird: Wenn sich etwas ändern soll, dann muss sie selber aktiv werden!

Karten und Informationen zu allen Kulturveranstaltungen und zur neuen Spielzeit 2019 gibt es im Kulturbüro der Stadt Feuchtwangen, Marktplatz 2, 91555 Feuchtwangen, Telefon: 09852 904 44, E-Mail: karten@kreuzgangspiele.de, auf www.kreuzgangspiele.de, www.tourismus-feuchtwangen.de und auf www.reservix.de

Foto: Eine Szene aus „Sophie Scholl“. Foto: Kreuzgangspiele Feuchtwangen

 

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