Vernissage Amtsgericht

„Künstler zu Gast beim Amtsgericht“

ANSBACH (JG). Im Amtsgericht kann noch bis nächstes Jahr eine Bilderausstellung des Künstlers, Dozenten und Buchautoren Ekkehardt Hofmann bestaunt werden. Zur Vernissage lud Dr. Gudrun Lehnberger, Direktorin des Amtsgerichts, ein. Um näheres über die Kunstwerke Hofmanns zu erfahren, führte sie ein kurzes Interview mit ihm durch, in dem er seine Beweggründe für die Anfertigung der Bilder erläuterte und zusätzlich exklusive Informationen über seinen Werdegang als Künstler preisgab.

Das erste Bild in XXL stelle einen Vulkan dar, wie Hofmann später erklärte. Feurig rote Pinselstriche lassen die, einst weiße Leinwand nun gefährlich impulsiv wirken. „In der Mitte des Vulkans“, taufte er sein Meisterwerk. Grundsätzlich gebe es keinen triftigen Grund, aus dem er bestimmte Dinge bildlich darstelle. „Es kommt einfach so aus mir heraus, manche Bilder muss ich malen. Dann läuft ein Film in meinem Kopf ab und ich weiß, was ich will.“

Ganze acht verschiedene Gemälde können nun im Amtsgericht bestaunt werden. Die Werke, die in der Ausstellungsphase von Interessenten erworben werden, werde der Künstler durch andere ersetzen. Somit kommt es zu einem regen Austausch, der die Ausstellung durchwegs spannend gestalte. Direktorin Lehnberger wollte anschließend noch erfahren, welche Maltechnik Hofmann nutze. Auf ihre Frage hin erläuterte er, er beginne mit seinen Gemälden immer auf dem Boden. Später richte er das Bild auf, da der Blickwinkel so ein anderer sei. Dann müsse der Künstler sein Werk für ein paar Tage ruhen lassen. Wenn er sich nach dieser Auszeit wieder mit dem Rohling beschäftige, fallen Ihm kleinste Details auf, die noch auszubessern seien. Wesentlich unspezifischer war Hofmanns Antwort, als er gefragt wurde, wie lange er durchschnittlich an seinen Bildern arbeite: „Wie Picasso schon einst sagte, fünf Minuten und ein ganzes Leben.“ Abschließend verriet der Natur-Liebhaber, was ihn am Malen so reizt. Es seien vor allem kraftvolle, starke Farben, die ihn dazu inspirieren. Deshalb mische er diese auch niemals im Kasten, sondern erst auf der Leinwand selbst. „In meinen Bildern muss es pfeifen“, betonte er belustigt.

Foto: Dr. Gudrun Lehnberger, Direktorin des Amtsgerichts, interviewte den Künstler Ekkehardt Hofmann, dessen Bilder noch bis nächstes Jahr im Amtsgericht ausgestellt sind. Foto: Janine Gierszewsky

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