Media Lab Ansbach

„Mehr als nur die Summe der Teile“

ANSBACH (LUH). „Das nächste große Unternehmen, das wird hier entstehen“, so prophezeite es der Staatsminister für Europa, Digitales und Medien Georg Eisenreich beim Kick-off des Medien Labs in Ansbach. In enger Kooperation mit der Hochschule Ansbach wird in Zukunft zentral in der Rezatstadt eine Zweigstelle des Vorgründerzentrums Media Lab Bayerns beheimatet sein. Es soll dazu dienen, Ideen im Medienbereich zu fördern, sodass aus diesen Prototypen und im Idealfall sogar Start-ups entstehen.

Eingeladen hatte die Landeszentrale für neue Medien um ihren Präsidenten Siegfried Schneider. Der resümierte über die Geschichte des ersten Standortes in München. „Ganz, ganz klein haben wir da damals angefangen, doch es hatte Erfolg, sodass wir heute sogar über eine Kooperation mit dem Media Lab in New York verfügen.“ Wer innovative Ideen für digitalen Journalismus hat, wird durch das Media Lab in der „grow phase“ optimal gefördert. Siegfried Schneider freute sich über das große Interesse, das dem Media Lab bereits jetzt entgegengebrachte werde, sowie die „gigantischen“ Räumlichkeiten. Dies zusammen sorge nochmals für einen extra Motivationsschub. Zugegen in der Rezatstadt war auch der bayerische Minister für Digitales, Medien und Europa Georg Eisenreich. Er bezeichnete die Medienwelt als eine unglaublich wichtige Branche für die Zukunft. Der Freistaat verleihe diesem Umstand Ausdruck durch den Masterplan „Bayern digital“. Mit gut ausgebildeten Fachleuten, Know-how und anspruchsvollen Projekten wie dem Media Lab wolle man Bayern in eine gute Zukunft führen. Eine halbe Million Euro investiert man deshalb in den Standort Ansbach. Groß war die Freude auch bei der Präsidentin der Hochschule Ansbach Prof. Dr. Ute Ambrosius. Mit der Ansbacher Hochschule wird das Media Lab stark kooperieren. Die digitalen Medien würden nach der Meinung der Präsidentin alle Lebensbereiche betreffen. Deshalb freue sie sich, dass die Räumlichkeiten auch von der Hochschule und deren Medienfakultät nutzbar seien. In der Fakultät wird es in Zukunft wohl drei neue Medienstudiengänge geben mit rund 450 Studierenden.

Die Zusage bei den Räumlichkeiten habe man schon, über die Finanzierung würde noch gesprochen, erläuterte Prof. Ambrosius. Ziel sei es die digitale Transformation der Öffentlichkeit präsent zu machen. Lina Timm leitet das Media Lab in München seit dem ersten Tag. Laut ihrer Einschätzung bestehe das perfekte Team für ein Start-up aus vier Personen: einem Journalisten, einem BWLer, einem Designer und einem Programmierer.

Da man das „Gründer-Gen“ so früh wie möglich fördern wolle und Start-ups auch oftmals in der Bachelor- beziehungsweise Masterstudiengangsphase entstehen würden, werde man intensiv mit Studenten zusammenarbeiten. Deswegen habe man auch bereits vor dem Kick-off 15 Studenten eingeladen, um diese ausloten zu lassen, wie die Räumlichkeiten, die erst einmal für fünf Jahre gemietet sind, bespielt werden könnten. Raum zum Experimentieren bieten und keineswegs „rocket science“ sei hier die Devise.

Foto: Start-ups sind in aller Munde, digitale Medien erst recht. Zusammen kommt nun beides in Ansbach.        Foto: Luca Herrmann

 

 

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