Deiningen, Montessori-Schule, Wetterballon, Projektwoche, Stratosphäre

Montessori am Rande des Weltalls

DEININGEN (YA). In einer Projektwoche, die vom 1. bis 5. April ging, befassten sich 16 Schüler und Schülerinnen der Montessori-Schule Deiningen zusammen mit ihren Projektleitern Tanja Schabert und Jens Ueckert, mit dem Steigen lassen eines Wetterballons. In den ersten drei Tagen der Projektwoche lernten die Kinder im Theorieteil alle Hintergründe zu dem Thema kennen, wie zum Beispiel die molekulare Struktur von Helium und Luft, der Luftdruck und die Ortung per Satellit. Sie berechneten selbst, wie viel Helium für den Ballon benötigt wird, wie viel Kilogramm er tragen kann und wo in etwa er landen wird. Im Praxisteil bauten sie eigenständig die Sonde, welche sie selbst entworfen hatten.

Gesponsert wurde das Projekt vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI), Bezirksgruppe Nordschwaben, mit knapp 2000 Euro. Bezirksvorstand Stefan Wieser freute sich sehr, die Schüler und Schülerinnen unterstützen zu können, da man so die Jugendlichen mehr für Technik begeistern könne.

Am Donnerstag, 4. April, war es dann soweit. Der große Tag für die Kinder und Jugendlichen der Schule war gekommen. Um 9 Uhr wurde mit dem Befüllen des Ballons gestartet. Als er voll mit Helium war, machten die Schüler mit den Projektleitern die drei Action-Cams, die 360-Grad-Kamera, die beiden GPS-Tracker und den Datenlogger, startklar. Dann war alles bereit.

Alle Anwesenden zählten den Countdown von zehn herunter und der Wetterballon stieg mit einer Geschwindigkeit von sechs Metern pro Sekunde in den Himmel. 30 Liter Helium trugen den Ballon mit der 1300 Gramm schweren Sonde etwa 35.000 Meter hoch in die Stratosphäre. In dieser Höhe dehnte sich der Ballon, nach etwa 60 bis 70 Minuten Flugzeit, auf etwa acht Meter Durchmesser auf, bevor er platzte und laut Berechnungen bei Amberg landete. Dort wurde er mit Hilfe der GPS-Tracker von den Schülern und Schülerinnen gesucht und nach Hause gebracht, um die aufgenommenen Daten, wie Temperatur, Druck, Luftfeuchtigkeit und Höhe, auszuwerten.

Die gesamte Woche wurde von den jungen Forschern dokumentiert, gefilmt und fotografiert, um anschließend mit einer PowerPoint-Präsentation das Projekt vorstellen zu können. Der Film wird auch auf die Internetseite der Montessori-Schule Deiningen gestellt, um der Öffentlichkeit zeigen zu können, welch aufregende Projekte die Jugendlichen durchführen.

 

 

 

 

 

 

 

Bildunterschrift:      Voller Freude ließen die Schüler und Schülerinnen der Montessori-Schule Deiningen den Wetterballon steigen.      FOTO:     Yvonne Adam

 

 

 

 

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