Nachwuchs bei extrem seltenen Somali-Wildeseln

Stuttgart (wz). Ausgelassen galoppiert das jüngste Herdenmitglied bei den Somali-Wildeseln über die Steppenlandschaft der Wilhelma in Stuttgart. Mit neugierig gespitzten Langohren erobert der kleine Eselhengst, der am Montag, 5. August, zur Welt kam, seit kurzem die Außenanlage. Die charakteristische Färbung dieser afrikanischen Huftiere trägt das Fohlen schon seit seiner Geburt: Das hellbraune Fell, das wie in Mehl getauchte weiße Maul, die zweifarbige Mähne und die schwarzen Streifen an den Beinen, die an ein Zebra erinnern. Das Aussehen ist aber nicht das einzige, was den kleinen Hengst zu etwas Besonderem macht: Der Somali-Wildesel steht unmittelbar an der Schwelle zum Aussterben und gehört zu den am stärksten bedrohten Säugetieren der Welt. Er ist zudem die letzte überlebende Unterart des Afrikanischen Wildesels, der ursprünglich in weiten Teilen Ostafrikas verbreitet war. Heute leben nur noch maximal 600 Somali-Wildesel in den trockenen Savannen und Halbwüsten Somalias, Eritreas und Äthiopiens. Wilderei und die Konkurrenz mit den Nutztieren der Bevölkerung um Wasser und Weideland haben den Bestand stark dezimiert. Zudem vermischen sich die Somali-Wildesel mit den dort lebenden oder verwilderten Hauseseln. Die Nachzucht in den Zoos spielt für den Erhalt dieser Art somit eine wichtige Rolle. Die Wilhelma hält die seltenen Huftiere seit 1980 und beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm. Der noch namenlose Nachwuchshengst ist das 13. Jungtier der Somali-Wildesel im Zoologisch-Botanischen Garten.
 
Foto: Wilhelma Stuttgart
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