Respect Ansbach

Neues „Respect“-Programm vorgestellt

ANSBACH (HW). Das aktuelle „Respect“-Programm wurde vorgestellt. In der neuen Saison, in der bis Juni 2019 mehr Veranstaltungen stattfinden denn je, geht es wie gewohnt um umweltrelevante Themen. Diesmal bilden klimafreundliches Einkaufen, Lebensmittelverschwendung und die Auswirkungen von Mobiltelefonie Schwerpunkte. Jetzt im Februar startete eine Kooperation mit Ansbach Umgedacht: Um einen Teil zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung zu leisten, wird jeden Mittwoch von 14 bis 18.30 Uhr vor dem Laden in der Kronenstraße 2 eine Verteilerstation mit übriggebliebenem Obst und Gemüse stehen, an der sich jeder kostenlos bedienen kann. Die Aktion wird von den Händlern des Ansbacher Wochenmarkts unterstützt. „Es werden unendlich viele Lebensmittel weggeworfen, besonders in den Supermärkten“, bedauerte Christian Schoen. „Unsere Überflussgesellschaft ist Teil des Problems.“ Mit der Verteilerstation soll erst einmal „langsam angefangen“ werden: „Wir werden sehen, wie es läuft.“

Einkaufen ohne Müll

In Deutschland wird nicht nur viel Essbares weggeschmissen, sondern auch viel Müll produziert. Um Müllvermeidung und Einkaufen ohne Verpackungen geht es am 19. März im Spiel.Werk. Bei Berichten, einem Kurzfilm und Diskussionen wird auch ein geplanter „Unverpackt-Laden“ für Ansbach angesprochen.

Mit diesem weiten Themenfeld, das auch die regionale, faire und ökologische Lebensmittelproduktion umfasst, beschäftigen sich ein Vortrag am 11. April, die Ausstellung „Boden unter meinen Füßen“ (beides im Klimaladen) und ein Film mit anschließender Diskussion am 14. Mai in den Ansbacher Kammerspielen. Am 2. April wird die Dokumentation „Das Wunder von Mals“, ebenfalls im Saal der Kammerspiele, gezeigt. Einen umfassenden Vortrag zu Nachhaltigkeit und Gesinnungswandel, um eine gute Zukunft zu ermöglichen, hält Dr. Notker Wolf am 28. Mai im Bergwirt in Herrieden.

Schädlich für Mensch und Natur

Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Thema Mobiltelefonie und Elektronikschrott mit zwei Dokumentarfilmen, die sich mit den Auswirkungen von Strahlung und der Entsorgung von ausgedienten Handys befassen. Um die enthaltenen Rohstoffe in Altgeräten sinnvoll weiterzuverwenden, findet vom 1. März bis zum 4. Juni im CVJM-Weltladen und im Klimaladen die „Handyaktion Bayern“ statt, in deren Rahmen gebrauchte Mobiltelefone abgegeben werden können. Mit der Aktion werden Bildungsprojekte unterstützt. Um die Folgen unseres Elektrokonsums geht es im Film „Welcome To Sodom“, der am 4. Juni gezeigt wird. Der Film „Thank you for calling“ setzt sich mit den möglichen Folgen von Strahlung auseinander. „Dabei geht es nicht um Panikmache und Verschwörungstheorien“, betonte Christian Schoen. „5G steht vor der Haustür, und die Öffentlichkeit kann kaum mitsprechen. Daher war es uns eine Pflicht, das Thema aufzugreifen.“

Der marktgerechte Patient

Der Programmzusatz „gesellschaftliche Verantwortung“ im „Respect“-Namen sei „überfällig“ gewesen, fand Christian Schoen. Dieses Feld greift die Doku „Der marktgerechte Patient“ auf, der am 9- April in den Kammerspielen gezeigt wird. „Der Film wurde von den Initiatoren des Volksbegehrens ´Stoppt den Pflegenotstand´ und des Bündnisses ´Krankenhaus statt Fabrik´ an uns herangetragen“, ergänzte Jakob Ackermann. Zur anschließenden Diskussion hat auch Dr. Gerhard Sontheimer, Vorstand des Klinikverbunds ANregiomed, sein Kommen zugesagt. „Da wird die Hütte brennen“, so die Erwartung von Christian Schoen. „Es ist auch eine große Chance für ANregiomed, öffentlich erklären zu können, dass die Probleme nicht nur hausgemacht sind, sondern auch einer systemischen Problematik zugrunde liegen.“

Foto: Stellten das neue Programm vor (von links): Jakob Ackermann und Stephan Wickerath, Klimaschutzbeauftragter der Stadt beim Amt für Stadtentwicklung und Klimaschutz und Bürgermeister Dr. Christian Schoen Foto: Hanna Wild

 

 

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