NöCard nicht mehr gefährdet

NÖRDLINGEN  (RED). Durch eine gute Vernetzung wurde das Ziel erreicht: Keine Änderung beim steuerfreien Sachbezug!

Im Mai erhielt der Stadtmarketingverein Nördlingen ist‘s wert e.V., auf Grund der guten Vernetzung mit anderen Städten und Nördlinger Dienstleistern, die Information über eine angeblich geplante Gesetzesänderungen, die möglicherweise eine ernste Bedrohung für unsere NöCard, speziell für den steuerfreien Sachbezug, darstellen könnte.

Das Bundesfinanzministerium hatte einen Referentenentwurf veröffentlicht, der sich u.a. mit der Änderung steuerlicher Vorschriften des Einkommenssteuergesetzes befasst. Betroffen sei hiervon auch der Bereich des Sachbezugs, dessen Steuerfreiheit bei Nutzung sogenannter Geldkarten bzw. Prepaid Kreditkarten für die Arbeitnehmer eingeschränkt werden soll. Die Intention dieses Anliegens war sicherlich richtig und sinnvoll, um einen potentiellen Missbrauch dieser Regelungen zu vermeiden. Der Referentenentwurf des BMF hätte jedoch eine radikale grundsätzliche Änderung für Arbeitnehmer und Kommunen zur Folge und zwar ohne die massiven Konsequenzen zu berücksichtigen. Hiervon betroffen wären nämlich auch sämtliche regionalen Gutscheine sowie Citykarten, während große und häufig ausländische Internethändler vom Vorhaben sogar profitiert hätten. Das Ergebnis der fraglichen Regelungen wäre nicht weniger als das Aus bzw. eine massive Schwächung für alle regionalen Systeme, also auch einer Schwächung unserer NöCard.

Bekanntlich soll die NöCard als Gegengewicht zum Online-Handel den stationären und insbesondere lokalen Handel stärken, was ihr insbesondere durch die Möglichkeit, sie für den Sachbezug einzusetzen, sehr gut gelingt. Paradoxerweise hätten die geplanten Änderungen nicht nur die regionalen Karten geschädigt, sondern gleichzeitig großen Online-Händler wie Amazon oder Zalando usw. massiv gestärkt. Der Stadtmarketingverein befürchtete daher erhebliche Nachteile für den lokalen Einzelhandel und damit auch eine massive Schwächung unserer Einkaufsstadt.

Informationen sammeln und schnelles Handeln war gefragt! Der Stadtmarketingverein wandte sich mit einem Schreiben an MdL Ulrich Lange, der unser Anliegen mit nach Berlin nahm und sich für die Sache einsetzte. Parallel wurde Kontakt zu den verschiedenen Verbänden wie der IHK Schwaben oder dem Handelsverband Bayern aufgenommen.

Der steuerfreie Sachbezug ist mittlerweile ein starker Wirtschaftsfaktor für die Nördlinger Händler. Zum einen bleibt dieses Geld in Nördlingen und zum anderen werden dadurch Arbeitnehmer zu Nördlinger Kunden, die sonst vielleicht nicht in Nördlingen einkaufen würden.
Ende Juli erreichte uns die positive Nachricht, dass der steuer- und sozialabgabefreie Sachbezug nicht angetastet wird.

Bei diesem Thema zeigt es sich, dass eine gute lokale und überregionale Vernetzung, die Zusammenarbeit mit Vereinigungen und der Politik, Weichen für die Zukunft stellen kann. Manchmal unbemerkt für die Öffentlichkeit und nur möglich, weil es einen Zusammenschluss gibt, der die Plattform für dieses Arbeiten bietet. Der Stadtmarketingverein Nördlingen ist’s wert ist hierfür ein gutes lokales Beispiel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildunterschrift:      Die NördlingenCard          FOTO:      privat

 

 

 

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