Waldhausen; KAMPA

Gut 60 Bürger im Gespräch mit dem Oberbürgermeister

AALEN-WALDHAUSEN (RED). Die Stadtverwaltung Aalen hat in den Sommerferien ein neues Format der Bürgerbeteiligung ins Leben gerufen: OB Thilo Rentschler lässt sich die Sorgen, Nöte und guten Entwicklungen vor Ort in den Stadtteilen im direkten Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern schildern. 2018 bildeten die Rundgänge in Ebnat und Waldhausen den Startpunkt. Die Rundgänge durch die Stadtteile werden 2019 in anderen Teilorten fortgesetzt. In Waldhausen war der Zuspruch groß. Um 9 Uhr fiel für die zweite OB-Tour in Brastelburg der Startschuss: Die Böllerschützen gaben das Signal zum Aufbruch der rund 40 Radler, die OB Thilo Rentschler und Ortsvorsteher Patrizius Gentner bei ihrer Tour begleiteten. Später, bei den nächsten Stationen der Informations- und Gesprächstour im Teilort Waldhausen und seinen Ortsteilen, stießen weitere Bürger hinzu. „Ich freue mich über das Interesse und die konstruktiven Gespräche mit den  Bürgern. Im persönlichen Gespräch wurde vieles angesprochen, was für die künftige Entwicklung Waldhausens wichtig ist“, sagte Rentschler resümierend. Insgesamt acht Stationen wurden angefahren. Die Themen Schulentwicklung und Kinderbetreuung bildeten einen Schwerpunkt bei den Gesprächen. Im katholischen Kindergarten „Maria vom guten Rat“ stellte dessen Leiterin Gaby Schönmetz das pädagogische Konzept vor. Wegen der Vollbelegung mit rund 100 Kindern müssen in Waldhausen mittelfristig mindestens zwei neue Gruppen geschaffen werden. Über Möglichkeiten der Erweiterung wurde gesprochen. „Die Stadt Aalen überlegt derzeit, wo sie als Kita-Träger in Waldhausen aktiv werden kann. Es geht jedoch nicht um eine Konkurrenz zu dieser Einrichtung, vielmehr um eine sinnvolle Ergänzung. Sollte die katholische Kirche ihr Angebot nicht weiter aufstocken können, wird die Stadt Aalen ein Angebot schaffen, das den Bedürfnissen vor Ort gerecht wird“, sagte Rentschler. An der Grundschule stellte Rektor Dietmar Hahn das Nachmittags-Betreuungsangebot vor, das Basis für eine künftige Ganztagesschule sein könnte. „Die Hürden bei den Anmeldezahlen für kleine Ganztagesschulen  im ländlichen Raum wie hier in Waldhausen sind zu hoch“, sagte Thilo Rentschler. Beim Schulgesetzgeber müsse diesbezüglich vorgesprochen werden, um eine Betreuungsmöglichkeit auch in Waldhausen zu schaffen. „Eine Ganztages-Grundschule ist nicht des Teufels. Es geht um verlässliche Betreuung bis 15 Uhr. Wir werden unsere großen Erfahrungen im Stadtgebiet bei der Ganztages-Grundschule nach Stuttgart zurückspiegeln“, sagte der OB. Neben Schule und Kindergarten bildeten von wirtschaftlicher Aktivität geprägte Besuche eines EnBW-Windrads bei Beuren, des Hähnchenmaststalls Dambacher in Beuren sowie beim Fertighaushersteller Kampa einen weiteren Schwerpunkt der OB-Tour. Philipp Lübbecke und Projektleiter Michael Pflaum von der EnBW erläuterten den Teilnehmern die Gegebenheiten des neuen Windparks mit fünf Windrädern. Anne und Daniel Dambacher erläuterten die 41 Tage dauernde Aufzucht von 30.000 Hähnchen im vollautomatisch gesteuerten Stall des Aussiedlerhofs. Peter Schutte und Jürgen Lehnert  führten die inzwischen auf 60 Teilnehmer angewachsene Gruppe durch die Bemusterungsräume beim Fertighaushersteller Kampa. 75 Mitarbeiter sind dort ansässig. „Alle Kampa-Kunden lernen dieses achtstöckige Holzhaus an der A7 kennen – und damit auch einen Teil von Aalen“, sagte OB Thilo Rentschler auf dem Balkon des achten Stocks des innovativen Vollholzhauses. Beim Mittagessen bei der Gänsberghütte des Schwäbischen Albvereins Ortsgruppe Waldhausen hatten sich rund 60 Radler gestärkt. Zur abschließenden Diskussionsrunde mit OB und Ortsvorsteher kehrten die Gäste im Biergarten der „Alten Linde“ ein. Thema war dort beispielsweise die Verkehrssituation bei der Ortsdurchfahrt und nochmals die vielfältigen Möglichkeiten der Kinderbetreuung sowie deren Ausbau.

Foto: Stadt Aalen

 

 

 

 

 

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