ÖDP Ansbach

„ÖDP setzt Impulse auf allen Ebenen“

ANSBACH (ASC). Zum Neujahrsempfang hatte die Ökologisch-Demokratische Partei in den Ansbacher Angletsaal geladen. Mehrere Dutzend Parteifreunde waren der Einladung gefolgt und füllten das Ansbacher Kulturzentrum. Wiederkehrende Themen des Nachmittages waren neben dem Volksbegehren für Artenvielfalt, die im Mai anstehende Europawahl.

Für die ÖDP leider sehr enttäuschend sei die Landtagswahl im letzten Jahr ausgefallen, bestätigte die Kreisvorsitzende der ÖDP Maria Hetzel. Viele Wähler hätten sich mit der Aussicht auf eine grüne Regierungsbeteiligung für Bündnis 90/Die Grünen entschieden. Mit dem Zusammenschluss der CSU und der Freien Wähler sei man einer grüneren Landespolitik jedoch keinen Schritt näher, so Hetzel. „Eine Umsetzung unserer Zukunftsthemen ist nicht zu erwarten.“ Dafür umso erfreulicher sei das Ergebnis der Bezirkstagswahl gewesen, bei der Bezirksrätin Ingrid Malecha im Amt bestätigt wurde. Beim Thema Europa waren sich die Redner der ÖDP einig: Man brauche mehr Transparenz und ein neues Wirtschaftsdenken, forderte Hetzel. „In der EU mangelt es an Demokratie“, beklagte auch Jürgen Osterlänger, Kreisrat- und Kreisvorsitzender der ÖDP Neustadt Aisch/Bad Windsheim.

Das Volksbegehren verzeichnete Osterlänger, unabhängig von seinem Ausgang als Erfolg. „Wir haben es geschafft, dass Artenvielfalt und Artenschutz sehr breit diskutiert werden und dass unser bayerischer Ministerpräsident noch zum Oberartenschützer mutiert.“ Mit Blick auf das zu diesem Zeitpunkt noch nicht feststehende Ergebnis des Volksbegehrens meinte Osterlänger zuversichtlich: „Ich bin mir sicher wir bekommen etwas zu feiern.“

ANregiomed und ÖPNV

Als Ehrengast hatte die ÖDP Oberbürgermeisterin Carda Seidel eingeladen. Die ÖDP packe wichtige Themen an und setze Impulse sowohl landesweit, wie man am Volksbegehren sehen könne, als auch auf kommunaler Ebene. Hier bezog sich die OB auf die von der ÖDP angestoßene Maßnahme, das alte Messegelände mit dem neuen Schwerpunkt Wohnen auszubauen. Sie kam der Bitte der ÖDP nach und ging in ihrer Rede auch auf die Themen ÖPNV und ANregiomed ein.

Ende Februar steht die Entscheidung über den in den letzten dreieinhalb Jahren erarbeiteten Nahverkehrsplan an. Darin vorgesehen ist die Takterhöhung bei gut nachgefragten Linien, eine bessere Anbindung von Stadtbereichen und Ortsteilen mit hoher Nutzungsdichte sowie die Verlängerung der Fahrtzeiten. Eine große Herausforderung bleibt weiterhin die prekäre Situation des Klinikverbundes ANregiomed. In diesem Zusammenhang appellierte die OB für mehr Zusammenhalt, gerade was das Schwerpunktkrankenhaus angeht.

Wer glaubt, dass es dem Verbund nichts ausmacht, wenn das Schwerpunktkrankenhaus vor die Hunde geht, der hat die Realität nicht erkannt.“ Alle müssten jetzt versuchen, aus einem Guss zu handeln und dafür sorgen, dass der Krankenhausverbund mit dem versorgt wird, was er braucht.

Foto: Die Oberbürgermeisterin Carda Seidel sprach beim Neujahrsempfang der ÖDP. Foto: Anika Schildbach

 

 

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