Kreuzgangspiele Feuchtwangen

Premiere für den Räuber Hotzenplotz

FEUCHTWANGEN (RED). Am 12. Mai feierte des berüchtigten Räubers erste Mondfahrt seine erste Vorstellung im Kreuzgang. Die kleine Geschichte um die erneute Überlistung des aus dem Spritzenhaus ausgebrochenen Räubers Hotzenplotz ist erst postum in Otfried Preußlers Nachlass entdeckt worden. Von seiner Tochter Susanne Preußler-Bitsch veröffentlicht und von John von Düffel in eine erweiterte Theaterfassung gebracht, ist sie nun – zum ersten Mal auf einer Freilichtbühne – bei den Kreuzgangspielen zu sehen.

Die Fassung für die Kreuzgang-Bühne schuf Lennart Matthiesen, der auch Regie führte. Er kreierte eine fulminante Mondfahrt mit allem, was dazu gehört. Neben List und Tücke gesellte sich eine Extra-Portion Phantasie, denn der Räuber Hotzenplotz sollte mit allen Mitteln und unter allen Umständen glauben, dass er in einer selbstgebastelten Pappröhre mit der Aufschrift „Mondrakete“ tatsächlich zum Mond fliegen kann, der ja bekanntlich aus purem Silber besteht. Soweit zumindest der Plan von Kasperl und Seppel, den „besten Räuber-Fängern und Hotzenplotz-Überlistern“. Dass der Plan funktionierte, wenn auch nicht ganz reibungslos, ist klar, denn die unermessliche Gier des Räubers ist bekannt.

Und jede Menge Spaß macht es natürlich auch, vom Anschnallen des Räubers mit Raumanzug-Sack und Sicherungsleinen-Seil über den Flug durchs All bis hin zur imaginierten Mondlandung und der Begegnung mit echten Mondmenschen – das war gestern sowohl bei den Darstellern, als auch beim Publikum zu spüren. Dazu hat Michael Reffi eine mitreißende Musik komponiert, die noch lange im Ohr bleibt. Tosenden Applaus gab immer wieder zwischendurch und natürlich auch am Schluss. Das Publikum erklatschte sich damit eine Zugabe zum Mittanzen.

Nach der Vorstellung wurden die Darsteller Pascal Pawlowski (Hotzenplotz), Doris Otto (Großmutter), Konstantin Krisch (Kasperl), Mario Schnitzler (Seppel) und Alexander Ourth (Wachtmeister Dimpfelmoser) mit Applaus vor dem Eingang zur traditionellen Autogrammstunde begrüßt. Lange noch mussten sie den kleinen und großen Zuschauern Rede und Antwort stehen, für gemeinsame Fotos posieren und Unterschriften geben. Ein voller Erfolg bei – das sei zum Schluss noch erwähnt – bestem Theaterwetter!

Informationen und Karten gibt es im Kulturbüro der Stadt Feuchtwangen, Marktplatz 2, 91555 Feuchtwangen, Telefon 09852 904 44, E-Mail: karten@kreuzgangspiele.de und auf www.kreuzgangspiele.de

Foto: Kasperl (Konstantin Krisch) und Seppel (Mario Schnitzler) versuchen die Großmutter (Doris Otto) zu beruhigen. Foto: Forster

 

 

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