ANSBACH (JG). Spätestens seit 2015 bietet die sogenannte „Flüchtlingskrise“ Stoff für Diskussionen. Und noch heute, knapp fünf Jahre später, ist das Thema Immigration noch lange nicht vom Tisch. Ganz im Gegenteil, jährlich werden allein in Deutschland über 100.000 Asylanträge gestellt. Trotz der steigenden Einwanderungsrate, werden Menschen mit Migrationshintergrund nur schleppend in die Gemeinschaft eingebunden. Jedoch bleibt es nicht aus, sich mit der vorliegenden Situation ernsthaft auseinanderzusetzten. Genau aus diesem Grund haben sich verschiedene Akteure aus Ansbach dazu entschieden, im Rahmen der interkulturellen Woche, am Samstag den 12. Oktober, einen öffentlichen Aktionstag zum Thema Integration zu veranstalten. Mit diesem möchten sie eine große Interessentenzahl für sich gewinnen, die sich aktiv mit Asylbewerbern und deren Situation auseinandersetzt. Involviert sind Institutionen wie das Kolping Netzwerk, Café Vielfalt, der Integrationsbeirat, die Diakonie oder das Bfz. Die Akteure bieten unterschiedliche Spiel- und Mitmachaktionen, nutzen Texttafeln und andere multimediale Elemente. Außerdem berichten sie von Erfolgen in ihrer bisherigen Arbeit mit Flüchtlingen und bringen dabei ausreichend Beispiele an, um das Gehörte in den Köpfen der Teilnehmer zu visualisieren und sie gleichzeitig zu motivieren. Angeboten wird dies in einem sogenannten „Infomobil“, das vom Kolping Netzwerk für Geflüchtete entwickelt wurde und seither deutschlandweit aufklärt.

Eine der Mitwirkenden ist Cornelia Stenzel, die als Bildungskoordinatorin fungiert. Ihr ist besonders wichtig, für Klarheit zu sorgen. So hält sie es für ratsam, viele Ehrenämter anzubieten und den Leuten zu zeigen, wie man sich in die Problemlösung integrieren kann. Im Zuge dessen soll ein jeder lernen, mit Immigration umzugehen, da sie schon lange zu unserem Alltag gehört. Deshalb sei es so wichtig, Transparenz zu schaffen, so Stenzel. Ferner betont sie, man müsse populistischen Aussagen mit fundierten Informationen entgegenwirken.

Foto: Stellten gemeinsam das Programm vor (von links): Martin Fleckenstein, Kolping, Iryna Savchenko, Integrationsbeirat Stadt Ansbach, Cornelia Stenzel, Bildungskoordinatorin Stadt Ansbach, Klemens Höhn, Kolping, und Anne Strauß, Jugendzentrum. Foto: Janine Gierszewsky

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