WochenZeitung Altmühlfranken, Wellheim, Naturpark Altmühltal

Saisonbilanz: Erneut positive Entwicklung im Naturpark Altmühltal

2019 feiert der „Naturpark Altmühltal“ seinen 50. Geburtstag 

WELLHEIM (RED). Der Jahrhundertsommer hat dem Naturpark Altmühltal eine wiederum prächtige Saison beschert. Dies belegen zumindest die vorläufigen Zahlen, die Christoph Würflein, Geschäftsführer des Tourismusverbands Naturpark Altmühltal, auf der Mitgliederversammlung in Wellheim berichten konnte: „Mit 1.234.861 gewerblichen Übernachtungen von Januar bis September hat der Naturpark Altmühltal in 2018 den Rekordwert aus dem Vorjahr noch einmal übertroffen und eine Steigerung um 2,1 Prozent erreicht. Niemals vorher wurden mehr gewerbliche Übernachtungen im Naturpark registriert“ Der positive Trend wird auch durch die gestiegene Anzahl der Gästeankünfte belegt, hier gab es einen Zuwachs von 3,9 Prozent.

Allerdings zeigt die Statistik Ausreißer in beide Richtungen, zu den absoluten Gewinnern zählen unter anderem Dollnstein (+ 21,4%), Kelheim (+15.4%) und Wemding (+12,8%). Hohe Rückgänge mussten hingegen Schernfeld (-20,4%), Altmannstein (-19%) und Wellheim (-18,3%) hinnehmen. „Solche Entwicklungen sind unserer Struktur geschuldet“, so Würflein, „die Neueröffnung bzw. die Sanierung oder Schließung eines größeren Hauses können hier die Werte innerhalb eines Jahres extrem beeinflussen.“ Mit seinem Ergebnis liegt der Naturpark Altmühltal etwas unter dem fränkischen Trend (+4% Übernachtungen). „Dies ist aber teilweise vor allem auf den nach wie vor boomenden Städtetourismus zurückzuführen, wie allein das Plus von 9 % in der Städteregion Nürnberg beweist“, erklärte Würflein, „aber natürlich punkten wir fränkischen Urlaubsgebiete noch immer stark mit unseren klassischen Angeboten wie Radeln und Wandern.“

Gute Voraussetzungen also für das Jubiläumsjahr 2019, in dem der Verein „Naturpark Altmühltal (Südliche Frankenalb)“ e.V.“ seinen 50. Geburtstag feiern kann. „Wir setzen den Themenschwerpunkt ‚Naturtourismus’ in den Mittelpunkt unserer Arbeit“, erläuterte Würflein. Die Planungen für das Jubiläum sind bereits weit fortgeschritten: Am 14. Juli 2019 kommt voraussichtlich der neue bayerische Umweltminister Thorsten Glauber zum Festakt nach Eichstätt. Zudem lädt der Verein die Öffentlichkeit zu einem Thementag im Informations- und Umweltzentrum Naturpark Altmühltal in Eichstätt ein – und dabei wird auch eine Sonderausstellung über den Naturpark Altmühltal offiziell eröffnet. Das ganze Jahr über wird es zahlreiche Aktionen, Exkursionen, Führungen, Veranstaltungen und Wanderungen geben, die Detailplanungen werden derzeit mit den beteiligten Partnern abgestimmt. „Natürlich wird der Naturtourismus auch in der Pressearbeit, in unseren Publikationen sowie in unseren Online-Angeboten eine dominante Rolle spielen“, so Würflein.

Besondere Natureindrücke erleben die Gäste im Naturpark Altmühltal von Anfang an auf dem Altmühltal-Radweg. Die Hauptroute der Region war einer der ersten touristischen Fernradwege in Süddeutschland und ist das zweite „Geburtstagskind“ in 2019. Würflein: „Die Eröffnung im Jahr 1979 war ein Meilenstein für die touristische Entwicklung unseres Gebietes und bis heute gehört das Radwandern zu den beliebtesten Aktivitäten unserer Gäste.“ So ist der Altmültal-Radweg über all die Jahrzehnte ein „Leuchtturm und Ankerprodukt im Naturpark Altmühltal geblieben.“

Das Jubiläum nehmen die Touristiker zum Anlass, eine Qualitätsoffensive für den Altmühltal-Radweg und das Radwandern im Naturpark Altmühltal zu starten. „So wollen wir uns gegen die immer größer werdende Konkurrenz und inzwischen zahlreich gewordenen und ebenfalls fest etablierten Fernradwanderwege wappnen“, stellte Würflein der Versammlung die Überlegungen vor. So sollen künftig die touristischen Radwege naturparkweit nach den empfohlenen Standards der sogenannten „FGSV-Richtlinien“ ausgeschildert werden, um schrittweise das Kernwegenetz auf ein einheitliches Qualitätsniveau zu heben. Zudem soll der Altmühltal-Radweg aufgewertet werden, indem erlebnisreiche und qualitätsgesicherte Rundtouren an ihn angebunden werden. Das Konzept hat sich bereits beim Altmühltal-Panoramaweg bewährt. Würflein hofft nun, „dass wieder möglichst viele Mitgliedsorte mit uns kooperieren werden.“

Zudem ist derzeit ein neuer Themen-Radweg in Planung: Der Geo-Radweg soll künftig zwischen Donauwörth und Kelheim die Verknüpfung des Radwanderns mit den Themen Fossilien und Geologie ermöglichen. Die Routenführung verläuft meist auf bestehenden Routen, einige Abschnitte müssen neu ausgewiesen werden. Laut Würflein sollen so die touristischen Erlebnispunkte wie Fossilienmuseen, Besuchersteinbrüche, das Dinosaurier Museum Altmühltal in Denkendorf oder die einzige Schauhöhle im Naturpark, das Schulerloch bei Essing, für Ausflügler und Urlauber gut mit dem Rad zu erreichen sein.

Aus der Sitzung:

Neues Mitglied: Christoph Würflein begrüßte in Wellheim auch ein neues Mitglied des Tourismusverbands Naturpark Altmühltal: die Josef Geyer / Management & Source GmbH aus Pfahldorf, die aus den touristischen Leistungsträgern „Landhaus in Pfahldorf“ und „e-altmuehltal“ besteht, ist seit 1. Oktober 2018 dabei.

Neue Rechtsform: Der Tourismusverband Naturpark Altmühltal verfügt als Gebietsausschuss des Tourismusverbandes Franken e.V. bisher über keine eigenständige Rechtsform. Diese ist aber künftig unter anderem deshalb notwendig, um dem komplizierten EU-Beihilferecht Rechnung zu tragen. Deshalb wird derzeit eine Satzung für den künftigen Tourismusverband Naturpark Altmühltal e.V. vorbereitet, diese kann voraussichtlich im Frühjahr 2019 beschlossen werden und dann im Jahr 2020 in Kraft treten. So soll die erfolgreiche Zusammenarbeit der Mitglieder für den Tourismus im Naturpark auch in Zukunft gesichert werden.

Bildunterschrift: Einige Schlaufen am Altmühltal-Panoramaweg wurden erneut als Qualitätsweg vom Tourismusverband Naturpark Altmühltal zertifiziert. Vorsitzender Landrat Anton Knapp (2.v.r.) und Geschäftsführer Christoph Würflein (4.v.r.) überreichten die Urkunden an die Mitgliedsorte Beilngries, Berching, Greding, Kinding, Kipfenberg und Titting. Foto: Naturpark Altmühltal

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