Ausbildungsstellenbörse Ansbach

Schaufenster der regionalen Unternehmen

ANSBACH (LUH). Ein eingespieltes Team sind die Organisatoren der Ausbildungsbörse der IHK. Namentlich sind das Vertreter der Handwerkskammer, der Kreishandwerkerschaft, der Wirtschaftsförderung der Stadt Ansbach, der Arbeitsagentur und natürlich der IHK. Ein bewährte Truppe, die aber in der Organisation in zwei Jahrzehnten einen kompletten Wandel erlebt hat. War anfangs die Hauptaufgabe Interessierte Firmen für den großen Onoldiasaal zu finden, können sie sich heute von Interessierten kaum retten. Viel mehr müssen sie ein Platzproblem lösen. Während früher die Auszubildenden von selbst kamen, ist heute aktive Werbung essentiell

Trotz des begrenzten Platzes sind dieses Jahr drei neue Aussteller hinzugekommen. Einer davon ist die ANregiomed-Akademie, die als Highlight unter anderem einen Alterungsanzug im Gepäck hat. Zudem wurden die Öffnungszeiten angepasst, da laut dem stellvertretenden Leiter der IHK Ansbach, Horst Maußner der Nachmittag sich zunehmender Beliebtheit erfreut hat und so es auch Eltern samt Kindern möglich ist nach Feierabend die Börse zu besuchen. Auf zwei Stockwerken werden insgesamt 100 Berufe vorgestellt. Bewährt haben sich die kostenlosen Bewerbungsfotos mit vorherigem Friseurstyling. Dies soll weiterhin, zusammen mit der ANregiomed-Akademie für eine Belebung des ersten Stockes führen, der auch auf dem frischen neuen Internetauftritt vorgestellt wird. Eine weitere Neuerung, die zunächst nur mit der Wirtschaftsschule der Stadt Ansbach durchgeführt wird ist das Speed-Dating. In insgesamt circa 80 Gesprächen stellen sich 13 Unternehmen jeder Coleur in 20 Minuten den Schülern vor. Dies erläuterte Wolfgang Langer von der Arbeitsagentur, der auch erklärte das man auch dieses Jahr wie gewohnt circa 40 Schulen des Landkreises eingeladen habe. Zudem erläuterte er, dass der Trend am Arbeitsmarkt anhalte. Pro Bewerber gebe es 1,3 Lehrstellen (+ 0,1 %). Nach wie vor seien auch die Klassikerberufe wie Kaufmänner und Mechatroniker die Renner. Hier appellierte er an die Bewerber den Blick zu weiten. Christoph Albrecht von der Wirtschaftsförderung der Stadt Ansbach schlug in eine ähnliche Kerbe, hob jedoch noch die Digitalisierung der Berufe hervor. Dies könnte in den kommenden Jahren zu einer Substitution durch Maschinen in manchen Aufgabenbereichen führen. Bewerber müssen sich darauf einstellen, dass sie in 20 Jahren etwas ganz anderes machen, als das was sie gelernt haben, so Albrecht. Der Bildungskoordinator des Landkreises Ansbach, Stefan Wächter sieht die Börse als eine Möglichkeit die guten Perspektiven im Landkreis darzustellen. Wächter sieht keinen Fachkräftemangel, sondern Chancen für junge Menschen. Als kleine Neuerung stellte er die Handbröschure dar mit der man via QR-Code direkt in Kontakt zu den Personalern der ausstellenden Unternehmen kommen könne. Robert Schmidtner von der Kreishandwerkskammer wandte sich an die Eltern, die sich Zeit nehmen sollten. Das Handwerk sei in all seinen Facetten mit jeweils fünf bis sieben Berufen vertreten. Sein Pendant Richard Ehnes von Handwerkerkammer betonte die hervorragende Chancen der dualen Handwerksausbildung: „ Sie werden garantiert die nächsten 30 Jahre nicht arbeitslos sein.“ Klassische Handwerksberufe würden heute so viel Möglichkeiten und moderne Technik bieten, fuhr Ehnes fort.

Foto: Die Organisatoren hoffen auf regen Besuch am 9. April: Foto: Luca Herrmann

 

 

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