Mehr als 11 Mio. Euro Soforthilfe für Handwerksbetriebe

Ostalbkreis (wz). Seit Start des Soforthilfeprogramms des Landes Baden-Württemberg für Soloselbständige und kleine Unternehmen bis 50 Erwerbstätigen am letzten Mittwochabend sind bei der Handwerkskammer Ulm mehr als 3.500 Anträge eingegangen von den 19.500 Handwerksbetrieben zwischen Ostalb und Bodensee. Davon sind bereits 1.291 Anträge bearbeitet worden und befinden sich in Abstimmung mit den Antragsstellern. Mehr als 850 Anträge davon sind bereits positiv geprüft und zur Auszahlung an die L-Bank empfohlen worden. Damit hat allein die Handwerkskammer Ulm insgesamt 11,4 Millionen Euro an Fördersummen an die Handwerksbetriebe zwischen Ostalb und Bodensee bereits am fünften Tag nach Start des Landesprogramms bearbeitet und empfohlen. Das sind etwas mehr als 13.000 Euro Soforthilfe im Schnitt für jeden der kleinen und mittelständischen Antragsteller. „Wir haben das Wochenende quasi durchgearbeitet“, fasst Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm zusammen. Die Handwerkskammer begleitet das Antragsverfahren für Ihre Mitgliedsbetriebe erreichbar von Montag bis Samstag 7.00 Uhr bis 19.30 Uhr und hat eigens dafür im Hintergrund eine Sonderorganisation mit mehr als 40 Mitarbeitern aufgebaut. Nun ist ergänzend zum Landesprogramm das Bundesprogramm gestartet, das ebenfalls über das Land Baden-Württemberg ausbezahlt und von der Handwerkskammer Ulm für deren sechs Landkreise sowie den Stadtkreis Ulm bearbeitet und geprüft wird. Je nach Betriebsgröße greift ein Antrag auf Soforthilfe beim Bund für Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten, oder beim Land für Betriebe ab elf Beschäftigten nach Vollzeitäquivalenten. „Durch die Definition fallen leider weite Teile des handwerklichen Mittelstandes durch das Raster der direkten Zuschüsse vom Bund. Doch auch diese Betriebe müssen in der jetzigen Extremsituation weiter Löhne und Mieten zahlen und brauchen über Soforthilfen die dafür nötige Liquidität. Und es sind gerade auch diese Betriebe, die nach der Corona-Krise dringend gebraucht und mithelfen werden, die Produktion und damit die Wirtschaftskraft rasch wieder hochzufahren. Hier brauchen wir noch Korrekturen.“, betont Mehlich.

Foto: pixabay

  • Wochenzeitung - Werbung - Hier könnte Ihre Werbung stehen

Ähnliche Beiträge

Die Stadt der Verliebten
Aalen City blüht – ein Meer von Farben in der Stadt
Kartenvorverkauf startet – JPO-Konzerte im September 2020