SOKO Wald an der Giengener Bühlschule

GIENGEN (pm). Das erfolgreichste waldpädagogische Projekt Deutschlands – SOKO Wald – machte an der Bühlschule in Giengen Halt. Entstanden 2011 anlässlich des Internationalen Jahres der Wälder, wurde es 2012 als offizielles Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. Auch 2018 fand es bundesweit wieder an 150 weiterführenden Schulen statt.
Bei der SOKO Wald gehen Schüler/innen der 5. und 6. Klassen auf die Suche nach den Spuren des Waldes in ihrem Lebensalltag. „Ziel ist es, den Kindern die Bedeutung des Waldes aufzuzeigen und Verhaltensänderungen zu bewirken. In der SOKO Wald lernen sie,
dass wir zahlreiche Waldprodukte weltweit nutzen und erhalten Hinweise, wie sie ihren Lebensstil im Sinne der Nachhaltigkeit verändern können“, so Oberbürgermeister Henle,
der die SOKO in seiner Funktion als Kreisvorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald nach Giengen geholt hatte.
An der Bühlschule waren Schüler/innen der Klasse 4a auf SOKO-Tour. Zunächst testeten sie ihre Sinne anhand von Produkten des Waldes – Fühlkisten, Riechbecher sowie einer Hör- und eine Geschmacksstation mit verschiedenen Waldprodukten standen dafür zur Verfügung. Danach ging es in Kleingruppen und ausgerüstet mit Digitalkameras rund um die Bühlschule auf Erkundungstour nach Waldprodukten. Die fachkundige Begleitung lieferte Michael Seefeld, Referent für Bildung und Waldpädagoge der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Baden-Württemberg.
Zum Abschluss kamen die Kinder in der Klasse wieder zusammen und erörterten die gefundenen Produkte mit ihrer Klassenlehrerin Inge Schleusener und Rektorin Nicole Arndt. Jede Kleingruppe suchte sich ein Produkt aus und stellte es der Klasse vor. Anhand einer großen Weltkarte wurden die gefundenen und viele im Koffer mitgebrachte Produkte ihren Herkunftsländern zugeordnet.
Im Gespräch thematisierten die Teilnehmer/innen lange Transportwege, Recycling, Bio-Siegel und fairen Handel, aber auch alternative Produkte und Nutzungsformen. Das Thema Esskastanie illustrierten Bilder eines 400 Jahre alten Maronenbaums, die eine Giengener Delegation kürzlich aus dem sizilianischen San Michele di Ganzaria mitgebracht hatte.
Die Kinder staunten, als sie sahen, dass sogar ein Mensch in den Stamm des 400 Jahre alten Baumes hineinschlüpfen kann.

Das SOKO Wald-Angebot steht weiteren Schulen im Landkreis Heidenheim offen.

Interessierte erhalten Informationen unter: kreisverband–heidenheim@sdw-bw.de

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