Sparda Bank Playmobil Adventskalender Ansbacher Tafel

Sparda-Bank bedenkt bedürftige Kinder

ANSBACH (ASC). Die Sparda-Bank hat heuer wieder 100 hochwertige Playmobil-Adventskalender an die Ansbacher Tafel gespendet. Die Mittel dafür stammen aus dem Gewinn-Spar-Verein der Sparda-Bank Nürnberg. Die Verteilung der Kalender übernahmen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Ansbacher Tafel. Sie gaben sie an Kinder aus, die ihre Eltern zur Lebensmittelausgabe begleiteten. „Wir hoffen, dass wir mit unseren Hundert Adventskalendern für einige leuchtende Augen sorgen können“, sagte Jörg Euerl, der Vertriebsleiter der Sparda-Bank in Ansbach. 940 Tafeln sind inzwischen allein im deutschen Bundesverband organisiert. Dazu kommen noch die vielen privaten Hilfsorganisationen. Und der Bedarf steigt stetig, betonte Wolfgang Schur, der Geschäftsführer des Diakonischen Werks Ansbach e. V. Damit seien unweigerlich auch deren Kinder betroffen. Obwohl die Arbeitslosenquote in Deutschland sinke, werde die Armut immer größer. Zurückzuführen sei das, laut Schur, auf den zunehmenden Niedriglohnsektor und Minijobs. Nehme man das alles zusammen, drifte die Gesellschaft auseinander. „Das Schlimme ist, dass die Menschen heute arbeiten und es dennoch nicht reicht. Das darf nicht sein“, betonte Heinrich Krill Logistikleiter der Ansbacher Tafel. Die Schere zwischen Arm und Reich werde immer größer. „Die Gruppe derer, die wirklich schauen muss, wie sie über die Runden kommt, nimmt zu.“ Dies betrifft verstärkt die Kinder. Gleichzeitig wird es für sie immer schwerer über das Bildungssystem aus der Armut auszubrechen, meinte Wolfgang Schur. Und im Gegensatz dazu, steht unsere Wegwerfgesellschaft, wie Jörg Euerl anmerkte. Die Achtung vor den Lebensmitteln sei nicht mehr gegeben, fügte Edeltraud Merker, die Ladenleiterin der Ansbacher Tafel, hinzu. „Sie wissen nicht mehr wie es ohne ist und schätzen ihren Wert nicht.“ Das möge auch die Motivation von Edeltraud Merker und Heinrich Krill sein, sich bei der Tafel zu engagieren, wie Dekan Stiegler einwarf. Sie wüssten noch wie es war zu hungern.

Foto: V. l. n. r.: Peter Miller (Kuratoriumsmitglied der Ansbacher Tafel), Hans-Peter Kunert (Dekan und Vorsitzender des Caritasverbandes Stadt und Landkreis Ansbach e. V.), Jörg Euerl (Vertriebsleiter der Sparda-Bank in Ansbach), Heinrich Krill (Logistikleiter der Ansbacher Tafel), Hans Stiegler (Dekan Evangelisch-Lutherisches Dekanat Ansbach), Edeltraud Merker (Ladenleiterin der Ansbacher Tafel), Wolfgang Schur (Geschäftsführer des Diakonischen Werks Ansbach e. V.) Foto: Anika Schildbach

 

 

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