Sportlerehrung, Ansbach

Sport ist, wenn man lacht

ANSBACH (LUH). Sportkoordinator Benajmin Tax traf an der Sportlerehrung eine clevere Kleiderwahl. So ließ er die Krawatte zu seinem Hemd weg, wäre sie am unsinnigen Donnerstag doch sicherlich den Narren zum Opfer gefallen. Doch auch Tax nahm in seiner Begrüßung Bezug auf die fünfte Jahreszeit. So wandelte er das Sprichwort Hugo Fischers: „Humor ist, wenn man trotzdem lacht“, frei in „Sport ist wenn man trotzdem lacht“ um. So sei doch bei allen Sportlern der Spaß, die Freude, das Lachen, trotz aller Hürden, Härten und Misserfolge, der Antrieb und die Motivation. Und vergangenes Jahr hätten wieder viele Ansbacher viel Grund zur Freude gehabt, war doch das Sportjahr 2018 wieder äußerst erfolgreich.

Auch Oberbürgermeisterin Carda Seidel zeigte sich beeindruckt, ob der großen Bandbreite und Anzahl Ansbacher Sportler. Ansbach bezeichne sich zurecht als „Sportstadt“. Ehrenamt, Einsatz und Disziplin seien die Attribute, die die in Ansbachs Sportvereinen organisierten Sportler auszeichne. Damit sie das in ihrer gewohnten Art und Weise tun können, mache die Stadt Ansbach einiges. Als neuen „dicken Brocken“ erwähnte sie dabei den geplanten städtischen Kunstrasenplatz für eine halbe Millionen Euro, der den Vereinen zur Verfügung gestellt werde.

Zudem investiere die Stadt in den Skate Park. Mit Geld alleine würden aber dennoch keine Leistungen erzielt und so sei der heutige Abend ein Ausdruck der Danksagung. Seidel wies zum Abschluss noch auf kommende und vergangene Sportveranstaltungen der Stadt hin.

Nach einer Gedenkminute für den tragisch verunglückten Radsportler Benjamin Herold, vollzog Tax die Ehrungen. Und in der Tat war die Bandbreite groß. Ausgezeichnet wurden Athleten aus den Bereichen Kampfsport, Leichtathletik, Radsport, Volley-, Basket- und Fußball, Wassersportler sowie Aeronauten. Den Funktionärspreis erhielt Stefan Mayerhöfer vom TSV Fichte Ansbach für seine Verdienste in der Jugendarbeit und der Flüchtlingsmannschaft. Ein Ziel von Oberbürgermeisterin Carda Seidel ist es Ansbach zur fittesten Stadt zu machen. Dafür müssen viele Ansbacher ihr Sportabzeichen ablegen. Vorbilder hierbei sind Heinz Träger, Heinz Hübner und Astrid Müller, die alle zehn Abzeichen oder mehr gesammelt haben. Um die Jugend zu fördern, vergab die Stadt auch dieses Jahr wieder eine Hand voll Talentförderungen. Dass es sich lohnt, sehe man daran, dass letztes Jahr fünf von sechs Sportler des Jahres zuvor eine Förderung erhielten. Als kleinen Spannungsauffrischer nutzten die Organisatoren und die Jury den Umstand , dem Vorsitzenden des Stadtverbandes für Sport, Gert Link, die Resultate nicht vorher mitzuteilen.

Sportlerin des Jahres wurde die im Radsport, bei deutschen, wie bayerischen Meisterschaften hoch dekorierte Ricarda Bauernfeind. Ihr nachfolgten Conny Eichler vom TSV Ansbach Volleyball und auf einem geteilten dritten Platz Melissa Rempel (Boxclub Ansbach) und Luisa Himmler. Bei den Männern machte mit Marco Brenner ebenfalls ein Radrennfahrer das Rennen. Er verwies Robert Grau (TSV 1860 Ansbach Leichtathletik) und Leo Meyer (Kanu) auf die weiteren Plätze.

Blieb nur noch die Wahl zur Mannschaft des Jahres. Hier sollte es keine große Überraschung geben, galt doch die Aufsteigermannschaft des TSV 1860 Ansbach in die 2. Volleyballdamenbundesliga als Favorit. Ihr folgten die U 19 Fußballer der SpVgg Ansbach nach, die in die Bayernliga aufstiegen. Den dritten Platz belegten die Turnjugend des TSV 1860 Ansbach. Gert Link würdigte alle Geehrten als Botschafter Ansbachs.

Als der offizielle Teil des Abends eigentlich schon hätte vorbei sein sollen, sorgte eine Terminirritation mit dem angestammten Caterer der Stadt für ein unfreiwillig langes Konzert des Klarinettenquartetts und einen erfolgreichen Donnerstagabend für die Pizzaservices Ansbachs.

Foto: Ehre wem Ehre gebührt. In der Ansbacher Karlshalle wurde der sprichwörtliche rote Teppich für die erfolgreichsten Sportler der Rezatstadt ausgerollt. Die Bandbreite des Sports war dabei so vielfältig wie es Ansbach selbst ist. So wurden Kampfsportler genauso geehrt wie Radsportler oder die traditionellen Mannschaftssportler. Foto: Luca Herrmann

 

 

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