One Billion Rising Ansbach

Symbol für weltweite Solidarität

ANSBACH (ASC). Eine von drei Frauen wird in ihrem Leben Opfer von sexueller und/oder schwerer körperlicher Gewalt. Das sind in Zahlen ausgedrückt eine Milliarde Frauen. Darauf will die weltweite Protestaktion „One Billion Rising“ („Eine Milliarde erhebt sich“) aufmerksam machen. In Ansbach veranstaltete die Arbeitsgemeinschaft für ein gewaltfreies Miteinander gemeinsam mit Schülerinnen der Johann-Steingruber-Realschule und der Tanzschule Dance 14s eine Tanzdemonstration in Brücken-Center.

Rund um den Valentinstag versammeln sich Frauen – und Männer – weltweit auf den Straßen um zu tanzen und um das Ende der Gewalt gegen Frauen zu fordern. „One Billion Rising“ nennt sich die Protestaktion, die im Jahr 2012 von der New Yorker Künstlerin und Feministin Eve Ensler ins Leben gerufen wurde. Innerhalb kurzer Zeit entwickelte sich ihre Idee in eine weltweite Solidaritätsaktion, der sich noch im ersten Jahr 160 Länder anschlossen. In Ansbach fand sie heuer zum ersten Mal statt.

Weltweit, auch in der Europäischen Union und in der Bundesrepublik, wird Frauen täglich Gewalt angetan. Die Statistik des Bundeskriminalamts für das Jahr 2017 zeigte erneut, dass für viele Frauen das Zuhause kein sicherer Ort ist. Knapp 114.000 Frauen wurden in Deutschland 2017 Opfer der sogenannten Partnerschaftsgewalt, wobei die Dunkelziffer weitaus höher liegt. An jedem dritten Tag gelingt es einem Mann seine Partnerin oder ehemalige Partnerin zu ermorden. Darauf will die Aktion aufmerksam machen.

Der Tanz steht dabei als Ausdruck für die gemeinsame Kraft im Kampf gegen Sexismus und Gewalt.

Foto: Frauen-Power für ein Thema, das uns alle angeht: Schülerinnen der Johann-Steingruber-Realschule tanzten gegen Diskriminierung und Gewalt. Foto: Anika Schildbach

 

 

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