Lebenshilfe Ansbach

Unterstützung in der Not

ANSBACH (HW). Psychische Krankheiten, körperliche oder geistige Behinderungen: Dies können Gründe dafür sein, dass ein Mensch sich nicht oder nicht mehr um seine Angelegenheiten kümmern kann. In diesen Fällen hilft ein gesetzlicher Betreuer. Der Betreuungsverein der Lebenshilfe Ansbach berät, begleitet und kann auch selbst Betreuer stellen.

Seit Juli 2018 ist der Betreuungsverein der Lebenshilfe Ansbach anerkannt. „Der Betreuungsverein ist ein weiterer Mosaikstein in unserem Beratungsangebot“, beschreibt Michael Breuker, Geschäftsführer der Lebenshilfe. Gesetzliche Betreuer unterstützen Menschen, die sich aufgrund einer psychischen Krankheit, einer Behinderung oder im Falle von Demenz selbst nicht oder nur zum Teil um ihre Angelegenheiten kümmern können. Dabei handelt es sich um eine rechtliche Betreuung, keine pflegerische Tätigkeit. Der Betreuer stellt vielmehr sicher, dass die Versorgung des Betreuten sichergestellt ist, dass Finanzen geregelt und Anträge gestellt werden. Maike Holz, Catja Schühlein und Silke Skowronek bilden das Team des Betreuungsvereins der Lebenshilfe. Zu ihren Aufgaben zählen neben der Betreuung auch die Beratung und Information, die Unterstützung von Angehörigen, die Gewinnung und Begleitung von Ehrenamtlichen.

„Ein gesetzlicher Betreuer wird immer nur dann eingesetzt, wenn es wirklich nötig ist“, unterstreicht Diplompflegewirtin Silke Skowronek. Ein medizinisches Gutachten ist Voraussetzung. Zudem ist die Betreuung zeitlich befristet; das Betreuungsgericht überprüft regelmäßig die Lage. „Es kommt vor, dass sich Menschen nach einem Schlaganfall oder einer psychischen Erkrankung soweit erholen, dass sie wieder alleine zurechtkommen“, erklärt Juristin Maike Holz.

Wille des Betreuten im Fokus

„Die rechtliche Betreuung ist eine Unterstützung“, ist es Sozialfachwirtin Catja Schühlein wichtig zu betonen. „Der Wille und das Wohl des Betreuten steht im Vordergrund. Alle Entscheidungen werden mit ihm besprochen und nicht über seinen Kopf hinweg getroffen.“ Die betreuten Personen können, außer im Falle einer gravierenden Überschuldung, auch selbst noch Rechtsgeschäfte tätigen. Oft übernehmen Familienmitglieder die Aufgabe des Betreuers. Ist das nicht möglich, setzt das Betreuungsgericht Berufs- oder Vereinsbetreuer ein. „Manche älteren Menschen haben keine Angehörigen. In anderen Fällen hat jemand Psychosen, oder es entwickelt sich ein Erbstreit um das Vermögen. Hier ist ein beruflicher Betreuer hilfreich“, gibt Maike Holz Beispiele. Die Lebenshilfe Ansbach veranstaltet kostenlose Infoabende zu den Themen gesetzliche Betreuung, Vorsorgevollmach und Behindertentestament. Außerdem stellt sich der Betreuungsverein vor.

Termine:

7. Mai, 19 bis 21 Uhr: Lebenshilfe-Werkstatt Feuchtwangen, Esbacher Weg 20, 91555 Feuchtwangen

23. Mai, 19 bis 21 Uhr, Heilpädagogische Tagesstätte, Steinweg 19, 91567 Herrieden

Foto: v.l.: Catja Schühlein, Silke Skowronek, Maike Holz: Foto: Hanna Wild

 

 

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