Megesheim, Starkbieranstich, Derblecken, Kabarett, Dorfmusikanten, Dramatisches Ensemble, Kraterkultur

Viele Lacher im „Schwarzen Rößle“

MEGESHEIM (MK/DRA). Wenn sich die Bühne der Megesheimer Mehrzweckhalle in die Rieser Kultkneipe „Zum Schwarzen Rößle“ verwandelt, dann kann es sich nur um den Megesheimer Starkbieranstich handeln. Am vergangenen Wochenende war es wieder so weit. Der Kraterkultur Megesheim e.V. lud zum 15. Mal zum politischen Derblecken ein. Der Verein um ihren Vorsitzenden Christian „Bombi“ Bauer und die Darsteller des Dramatischen Esembles Nördlingen unterhielten am Freitag, Samstag und Sonntag das Publikum.

Steigert der Stromausfall die Geburtenrate?

Lkw-Fahrer Schorsch (Georg Deffner), die Wirtshausgäste Vincent (Gerhard Munk) und Luise (Martina Müller), die Wirtin Babett (Bettina Greno) und ihr Mann (Michael Essmann) diskutierten über die Geschehnisse der letzten Monate in der Region. So wie zum Beispiel der „schwarze Mittwoch in Wemding“, als der Strom ausgefallen war. Die Stammtischrunde vermutet, dass es deswegen wohl in neun Monaten auf der Geburtsstation in Nördlingen einiges zu tun gibt.

Außerdem wurde der Anbau an der Grundschule Mitte kritisch beäugt und die Straße von Steinhart, die laut den Stammtischfreunden mehr „hingerichtet“ als hergerichtet wurde, thematisiert. Der Bau des neuen Mehrgenerationen Spielplatz wird wohl auch mehrere Generationen dauern, bis er fertig ist, vermutet die Stammtischrunde.

Ein echtes „Mehrgenerationen-Projekt“ sei hingegen das, was im Mönchsdegginger Almarin auf die Beine gestellt wurde. „Da müssen jetzt alle mitziehen“, meint Wirtin Babett und fordert den anwesenden Landrat Stefan Rößle auf, zu einem „Streitross“ für das Hallenbad zu werden. Dass die Nördlinger Sparkasse nicht mit Donauwörth, sondern lieber mit Dillingen fusionieren will, kann man im „Schwarzen Rößle“ verstehen. Denn eine Infusion aus Donauwörth wollen auch die Stammtischfreunde nicht, und spielen damit auf den Hepatitis-Skandal am Donauwörther Krankenhaus an.

An den Nachbarn in Donauwörth wird sowieso kein gutes Haar gelassen. Dass es in der Stadt bald einen „Dorfladen“ (Donauwörther Bürgerladen) geben soll, passe ja auch irgendwie zu Donauwörth. Deswegen wolle der Donauwörther Oberbürgermeistern nun nicht mehr kandidieren. Er hätte Angst, nun als „Dorfbürgermeister“ betitelt zu werden.

Und auch der Wahlkampf in Nördlingen wird im „Schwarzen Rößle“ besprochen. Luise vermutet, dass es sich mittlerweile zu einem „Game of Thrones“ zwischen der roten Genossin, dem schwarzen Ritter und grünen Wegelagerern entwickelt.

Ein technisches Problem auf der Bühne stecken die Darsteller besser weg als so manchen Texthänger und begeistern das Publikum mit treffenden Pointen im Rieser Dialekt. Am Freitagabend und am Sonntagvormittag standen beim zweiten Teil des Programms die Wirtshausmusikanten Tom & Basti auf der Bühne, die das Publikum mit ihren frechen Liedern in niederbayerischem Dialekt zum Mitsingen und Mitklatschen animieren.

Am Samstagabend trat der Musiker Sepp Müller auf. An allen Tagen sorgten die Megesheimer Dorfmusikanten für das musikalische Rahmenprogramm.

 

Von unserem Redaktionspartner Donau-Ries Aktuell

 

 

Bildunterschrift:      Luise (Martina Müller, links) und Wirtin Babette (Bettina Greno) lassen sich über die Geschehnisse in der Region aus.      FOTO:     Mara Kutzner

 

 

 

 

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