Ansbach frühstückt

Vision von 1.000 Menschen

ANSBACH (LUH). Seit 2015 ist die Stadt Ansbach fair, ganz offiziell und zertifiziert. Damit das auch so bleibt, muss die Stadt eine Reihe von Kriterien erfüllen, denn alle zwei Jahre wiederholt sich der Zertifizierungsprozess. Eine wichtige Rolle spielt dabei die faire Woche, deren Abschlussveranstaltung mittlerweile traditionell das faire Frühstück am Freitag, dem 22. September im Museumshof darstellt.

„1.000 Menschen, die zusammen am Martin-Luther Platz frühstücken, das ist meine Vision“, so erläuterte Eberhard Schulte, Vorsitzender der Steuerungsgruppe fairtrade und Bildungsreferent des Weltladens, seine Zukunftsvorstellungen. Dieses Jahr zum vierten Mal bildet der Museumshof die Heimat des Frühstücks. Doch auch hier sei man in den letzten Jahren stetig gewachsen, sodass „ich schon ein bisschen hoffe, dass wir dieses Jahr im Museumshof an unsere Grenzen stoßen“. Laut Schulte würden diese etwa bei 500 Frühstückern von 10 bis 12 Uhr liegen. Angeboten wird ein reichhaltiges, klassisches Frühstück mit Backwaren, Wurst, Käse, Aufstrichen, Müsli, Kaffee und weiteren Produkten.

Die Besonderheit: Durchgehend alle Produkte sind fair gehandelt und aus nachhaltigem Anbau. Wie viel einem dieses Frühstück wert ist, kann jeder persönlich für sich entscheiden. Ein Eintritt per se wird nicht verlangt, es liegt jedoch eine Spendenbox aus. Bisher seien die Einnahmen aus dieser auch immer vollkommen ausreichend für die Refinanzierung gewesen. Neben wenigen kurzen Grußworten, wird das Frühstück musikalisch bereits zum dritten Mal von „Quincunx“ umrahmt. „Viel hängt jetzt vom Wetter ab“, sind sich die Organisatoren der Steuerungsgruppe einig. Zwar stehe der Gemeindesaal St. Johannis als Schlechtwetterausweichquartier zur Verfügung, schöner sei aber natürlich Freiluftatmosphäre.

Da auch eine Botschaft vermittelt werden solle, sind auch wieder vier Ansbacher Schulen beteiligt, die an Ständen faire Produkte verkaufen und deren Projekte zum fairen Welthandel vorstellen. Erreicht werden sollen so eine Sensibilisierung und Bewusstsein für ökosoziale, faire Beschaffung. Vielleicht verwirklicht sich ja so auch bald eine weitere Version Schultes, nämlich die eines fairen Landkreises Ansbach.

Werner Forstmeier, Stadtrat und ebenfalls Mitglied der Steuerungsgruppe, beschreibt die Intention des fairen Frühstücks so: Die Bürger sollen unser Frühstück als Inspiration wahrnehmen. Wir wollen damit auch die Werbetrommel für faire Produkte rühren.

Foto: Die Steuerungsgruppe fair-trade-Stadt Ansbach freut sich zusammen mit Anne Ziegler auf ein leckeres Frühstück. Foto: Luca Herrmann

 

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