Fränkisches Freilandmuseum Bad Windsheim

Vortrag: Mühlen in Franken

BAD WINDSHEIM (RED). Aus dem Raum Ansbach in Franken nach Frankenmuth in Michigan, USA brachten die Brüder Johann Mathias und Johann Georg Hubinger fränkische Mühlentradition. Heute versorgt die von ihnen gegründete Mühlenfirma „Star of the West“ das südliche Michigan. Die beiden Brüder kamen aus einer Familie, die schon seit zweihundert Jahren Müller waren. 1847 wanderten sie nach Amerika aus. Dort gründete der eine Bruder ein Sägewerk, eine Holzmühle, und der andere eine Getreidemühle. Seine neue Firma benannte er nach dem Schiff, das zwischen New York und Boston pendelte „Star of the West“.

Diese und viele weitere Geschichten erzählt Dr. Wolfgang Mück, der inzwischen sechs Bücher zu den Mühlen an der Aisch, Zenn und ihren Nebenflüssen geschrieben hat. Mühlen stellten bis ins 19. Jahrhundert die wichtigste Antriebstechnik dar. Wolfgang Mück gibt einen Überblick über die Geschichte des Mühlenwesens: von den hölzernen Mühlen, wie sie im Freilichtmuseum zu sehen sind, bis zu den turbinengetrieben Kunstmühlen, die seit der industriellen Revolution üblich sind.

Zuerst nutzten die Menschen Wasser und Wind als Antrieb – dann auch Motoren. Es gab nicht nur die klassischen Getreidemühlen, sondern auch Ölmühlen, Papiermühlen und Holzmühlen. Mühlen waren die wichtigsten Gewerbebetriebe am Land, die auch Gewinne erwirtschaften konnten. So gehörten die Müller zur dörflichen Oberschicht, was an den oft prächtigen Mühlengebäuden abzulesen ist, die Wolfgang Mück in zahlreichen Bildern vorstellt.

Der Vortrag von Dr. Wolfgang Mück, Historiker, Autor zahlreicher Bücher zum fränkischen Mühlenwesen, findet am Dienstag, 24. September 2019, findet um 19:00 Uhr in der Kräuter-Apotheke des Fränkischen Freilandmuseums, am Holzmarkt 14, statt.

Foto: Die Mühle aus Unterschlauersbach im Fränkischen Freilandmuseum Foto: Tobias Tratz

 

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