„Wer Europa bewahren will, muss Afrika retten“

HEIDENHEIM (RED). Prinz Asfa-Wossen Asserate im Gespräch mit Wolfgang Niess „Die Völkerwanderung: Wer Europa bewahren will, muss Afrika retten“

Prinz Asfa-Wossen Asserate gilt als einer der besten Kenner des afrikanischen Kontinents. Die aktuelle Flüchtlingskrise betrachtet er mit Sorge. Zwar sei diese den Ereignissen im Nahen Osten geschuldet, doch eine Entwicklung gerate dabei aus dem Blick: die Völkerwanderung zehntausender Afrikaner nach Europa. Asserate beschreibt in seinem Buch die Ursachen dieser Massenflucht. Er schlägt Lösungsansätze vor und warnt vor einer Katastrophe – für Afrika und Europa. Prinz Asfa-Wossen Asserate, 1948 in Addis Abeba geboren, ist Großneffe des letzten äthiopischen Kaisers Haile Selassie, Urenkel der Kaiserin Menen II. und Sohn des ehemaligen Gouverneurs und Vizekönigs von Eritrea. Der promovierte Dr. phil weiß, was es bedeutet, im Exil zu leben: Als er in den 70er-Jahren in Deutschland studierte, putschten die Militärs in seiner Heimat. Asserate verlor seine Staatsangehörigkeit, konnte jahrelang nicht nach Äthiopien zurückkehren. In Deutschland bekam er Asyl, lebt und arbeitet seitdem in der Bundesrepublik. Inzwischen hat er sich als Autor (Sein 2003 erschienenes Buch „Manieren“, in dem er das Verhalten europäischer Menschen betrachtet, wurde zum Bestseller ) und selbstständiger Unternehmensberater zu Afrika und dem Nahen Osten einen Namen gemacht.

„Der Mann weiß, wovon er redet. […] Asserate schreibt bitteren Klartext: Derzeit bekämpfe Europa statt der Fluchtursachen die Flüchtlinge selbst.“ (Die Zeit)

Montag, 29. Oktober 2018, 19 Uhr, Herbrechtingen, Kulturzentrum Kloster VVK: 10 EUR (AK: 13 EUR)

FOTO: Gaby Gerster

 

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