Wilhelma unter Top Ten der Zoos Europas etabliert

Mit den Asiatischen Löwen Shapur und Kajal ist 2017 eine äußerst seltene Unterart der großen Raubkatzen in die Wilhelma eingezogen.

(pm). Die Wilhelma in Stuttgart spielt weiter in der obersten Liga: Nach der neuesten Rangliste rangiert sie in den Top Ten der besten Zoos in Europa. Beim letzten Ranking 2015 war sie mit einem Sprung von Platz 14 auf Platz neun in diese illustre Gruppe vorgestoßen und konnte sich dort nun auf Platz zehn etablieren. „In der obersten Kategorie der Zoos mit mehr als einer Million Besucher pro Jahr gibt es nur Schwergewichte“, sagt Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin. „Es wird an vielen Orten kräftig investiert, um die Zoos attraktiv zu halten und die Tierhaltung zu modernisieren. Dass die Wilhelma vorne mit dabei ist, bestärkt uns darin, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ Europas Spitzentrio blieb unverändert mit dem Tiergarten Schönbrunn in Wien, gefolgt von Leipzig und Zürich. Unter den deutschen Zoos liegt die Wilhelma an vierter Stelle hinter Leipzig, Berlin und dem Münchner Tierpark Hellabrunn.
30 Tierparks aus 13 Ländern hat der britische Zoo-Experte Anthony Sheridan für seine eingehende Bewertung mit 40 Einzelfaktoren in den Kategorien „Besucher-Faktoren“, „Bildung / Natur- und Artenschutz“ sowie „Wirtschaft und Organisation“ auf Herz und Nieren geprüft. Zu den Emporkömmlingen zählen vor allem der französische ZooParc de Beauval in Saint-Aignan-sur-Cher östlich von Tours, der von Rang elf auf Rang acht kletterte, und Pairi Daiza (südwestlich von Brüssel), das sich um vier Plätze verbesserte und nun gleichauf mit der Wilhelma liegt.

Der Wilhelma hat 2016 mit der Haltung von Säbelantilopen begonnen, die in der Natur bereits ausgestorben sind. Die Nachzucht hat bereits 2017 zweimal geklappt. Foto: Wilhelma Stuttgart

Stichtag für das Ranking ist jeweils das Ende des Vorjahres. Insofern ist der zu Ostern 2018 eröffnete Neubau der Schneeleoparden-Anlage im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart noch nicht berücksichtigt. Für die Zukunft hat die Wilhelma gute Perspektiven, weiter aufzusteigen. „Wir gehen derzeit aus unserem langjährigen Masterplan mehrere Großprojekte an“, erklärt Kölpin. „In der Bauplanung sind jetzt die Asienanlagen mit der Elefantenwelt und dem Landschaftsgehege für Tiger. Damit verbessern wir die Haltung der Tiere auf eine auch für die Besucher sehr interessante Weise. Und das neue Australienhaus, das unter anderem Koalas beherbergen soll, schafft eine zusätzliche Dimension für die Wilhelma“, so der Direktor. „Wenn wir unser Potenzial ausschöpfen, haben wir Chancen, künftig die Top Fünf zu erreichen.“

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